Archiv der Kategorie: Planung, Sortenwahl, Pflanzung

Vergrößerte Pflanzabstände bei mittelstark wachsenden Apfelbäumen mit Öschberg-Schnitt auf Streuobstwiesen

 

Mittelstark wachsende Apfel-Unterlagen benötigen beim Erziehungsschnitt nach Öschberg mehr Platz als in den Fachmedien angegeben

 

Die Unterlagen MM 106 und M 7 sind mittelstark wachsend und im Gegensatz zu M9 und M 27 kräftig genug, um sich gegen Grasbewuchs durchsetzen zu können. D.h., sie benötigen keine dauerhafte Entfernung der Grassode um den Stamm herum und sind deshalb auch für Streuobstwiesen geeignet. Im Gegensatz zu den stark wachsenden Unterlagen (Sämling, A2) erreichen sie nur eine die Pflege und Ernte erleichternde Höhe von 4 Metern und ein schnelleres Einsetzen des Fruchtertrags.

Bei nach Öschberg geschnittenen MM106- und M7-Halbstämmen können die Leitäste  unter guten Wuchs- und Schnittbedingungen mit der Zeit dick genug werden, um auch bei Vollertrag annähernd ihre schräge Position beibehalten zu können.

Durch den frühen Ertrag können bei mittelstark wachsenden Halbstämmen  die noch schwachen die Leitäste herabsinken, und somit der geht der Baum dann mehr in die Breite als geplant.

Höhe, Breite und Pflanzabstand bei Apfel-Buschbäumen mit MM 106 – oder M 7- Unterlagen

  • Höhe: ca. 400 cm,
  • Breite: ca. 350 cm,
  • Mindest-Pflanzabstand innerhalb der Reihe: 4 m,
  • angegebener Platzbedarf 16 – 25 qm pro Baum,
  • Empfohlener Abstand der einzelnen Reihen zueinander: mindestens 6 m, besser etwas mehr (Geräteeinsatz)

Höhe, Breite und Pflanzabstand bei Apfel-Öschberg-Halbstämmen mit MM 106 – oder M 7- Unterlagen

  • Höhe des Mitteltriebs: ca. 400 cm,
  • Höhe der Leitäste bei 45 Grad: 350 cm (die Leitäste sollen so erzogen sein, dass sie weniger hoch sind als der Mitteltrieb) =
  • Baumbreite: bei 45 Grad Neigung geht ein Leitast 175 cm in die Breite. 2 x 175 cm + Platz für die überstehenden Seitenäste = 400 cm Baumbreite
  • Breite beim Herabsinken der Leitäste durch einen frühen Fruchbehang: bis maximal waagerechte Stellung der Leitäste = 2 x 350 cm = 700 cm. In diesem Fall wäre ein Platzbedarf von mindestens 7 x 7 m = 49 qm notwendig,

Ich persönlich würde bei der Planung einer Obstwiese mit mittelstark wachsenden Apfelbäumen auf jeden Fall mindestens 6 m Baumabstand in der Reihe einhalten und 8 m zwischen den einzelnen Reihen. Und dann würde ich alle drei unten beschriebenen Maßnahmen miteinander kombinieren.

Maßnahmen, um ein Herabsinken der Leitäste zu vermeiden:

Sollten Sie also bemerken, dass sich die Leitäste nicht nur an den Spitzen, sondern in ihrer ganzen Länge herunterbiegen wollen, dann haben Sie 3 Möglichkeiten, um dem entgegenzuwirken:

  1. Früchte entfernen, oder
  2. den einjährigen Neuaustrieb der Leitäste  jedes Jahr im Winter kurz schneiden (d.h., dass vom jeweiligen einjährigen Neuaustrieb mehr als die Hälfte eingekürzt wird). Oder
  3. Fixieren der Leitäste in 45 Grad-Stellung am Mitteltrieb durch spezielle Fixierbänder (meist reicht Fixierband aus grünem Netzgewebe, das Sie im Internet bestellen können).

Vorteile des extensiven Apfelanbaus mit MM 106 – und M7 – Unterlagen

Ein zu großer Aufwand? Natürlich ist der Anbau von Apfelbäumen mit MM 106- oder M 7 – Unterlagen pflegeintensiver als der Anbau von Sämlingshochstämmen. Dafür haben Sie aber eine frühere Ernte und können – bedingt durch die geringere Baumhöhe – die Früchte wesentlich bequemer ausdünnen (Verhinderung von Alternanz + Erreichung von Tafelobstqualität) und ernten.

 

 

Robuste und wohlschmeckende Apfelsorten

Stellen Sie sich vor, Sie wohnen in Remscheid, Wuppertal, Solingen oder im Oberbergischen Kreis: kühle, feuchte Witterung und erheblich mehr Regen als in den anderen Teilen des Bergischen Landes. Sie haben eine Wiese oder einen Garten, der mindestens 200 qm groß ist. Wenn Sie folgende robuste wohlschmeckende Garten-Apfelsorten anpflanzen, dann könnten Sie für den Großteil des Jahres auf eigenes, wohlschmeckendes Obst zurückgreifen.

Folgende robuste wohlschmeckende Garten-Apfelsorten haben sich bewährt

Die Realisierung dieser Idee ist nicht schwer. Was benötigen Sie?

  • 5  robuste und wohlschmeckende Apfelsorten, teils zum Direktverzehr, aber auch zur Lagerung für den Winter. Diese Sorten sollten Sie als Buschbaum kaufen.
  • 1-2 spezielle Apfelsorten für die Befruchtung: die Sorte “Goldparmäne” als Buschbaum und den nicht veredelten Wildapfel können Sie im näheren Bereich des Gartens als Solitärbusch pflanzen. Er wird mit den Jahren zwischen 6 und 10 Metern hoch.

Sorte 1: Pflückreife 10.9. – 24.9. –  Prinz Albrecht von Preußen, 
Gut geeignet zum Direktverzehr ohne vorherige Lagerung.

Sorte 2: Pflückreife 14.9. – 5.10. –  Alkmene
Folgernde Reife übermehrere Wochen hinweg.  Gut geeignet zum Direktverzehr ohne vorherige Lagerung.

Sorte 3: Pflückreife 27.9. – 10.10. –  Finkenwerder Prinzenapfel (Finkenwerder Herbstprinz)
Lagerfähigkeit bis zu 3 Monaten, aber auch gut geeignet zum Direktverzehr ohne vorherige Lagerung.

Sorte 4: Pflückreife 3.10 – 17.10 – Roter Boskoop
Für Apfelmus u. Apfelkuchen direkt vom Baum verwendbar. Als Tafelapfel besser verwendbar nach Lagerung. Lagerfähigkeit bis zu 5 Monaten.

Sorte 5: Pflückreife 12.10. – 26.10. – Strauwalds Parmäne
Lagerfähigkeit bis zu 5 Monaten.

Befruchtersorte Goldparmäne
Eine sehr wohlschmeckende Apfel, aber empfindliche Apfelsorte, die in den Höhenlagen des Bergischen Landes nicht immer einen befriedigenden Ertrag erbringt, aber zumindestens fleißig blüht und unsere robusten Sorten befruchtet.

Befruchtersorte Wildapfel
Normalerweise reicht die Goldparmäne zur Befruchtung unserer robusten Sorten. Es kann aber nicht schaden, eine zweite Befruchtersorte anzupflanzen: den Wildapfel.

Alte Apfelsorten mit edlem Geschmack

Das Apfeljahr 2017 fiel im Bergischen Land nicht gerade gut aus. Im Remscheider Sortengarten an der Lobirke gab es aufgrund der Spätfröste einen nahezu kompletten Ernteausfall. Nur einige sehr spät blühende Sorten hatten überhaupt etwas im Baum hängen. Um so größer war die Freude bei der Verkostung der seltenen Exemplare.

Drei Apfelsorten haben es mir dabei besonders angetan. Laut den auf unserer Internetseite zu findenden Beschreibungen von H. J. Bannier eignen sie sich nicht so sehr für die Streuobstwiese, sondern – wenn er sie überhaupt für anbauwürdig hält – eher für den Garten. Ich habe sie trotzdem in den Remscheider Sortengarten an der Lobirke gepflanzt, um zu zeigen, dass sie bei etwas intensiverer Pflege auch im Remscheider Klima gedeihen können.

Stark wachsende Sämlings-Unterlagen für Hochstämme mögen sie nicht so sehr, sie kommen besser zurecht mit mittelstark wachsenden MM106-Unterlagen, die dann  zum Schutz vor der Feuchtigkeit der Wiese etwas aufgeastet werden können.

London Pepping

Soll laut MÜHL schon 1580 unter dem Namen “Five Crowned Pippin” bekannt gewesen sein. Ananasartige, würzige Säure mit hohem Zuckeranteil. Sehr saftig. Ein Genuss. Ich habe 10 Bäume der Sorte gepflanzt, einer davon ist schon etwas älter (ca. 5 Jahre). Dieser Baum neigt zur Alternanz, trägt also nur alle 2 Jahre;  beschenkt mich dann aber mit wunderbaren Früchten.


Historische Apfelsorte London Pepping

Roter Winterkalvill

Der bekannte frühere Pomologe OBERDIECK hat bei dieser Sorte auf MERLET verwiesen, der die den Roten Winterkalvill schon 1675 aufgeführt haben soll. Geschmack nach Himbeere. Spezielle Fruchtigkeit mit viel Zucker. Festes, knackiges Fruchtfleisch: etwas ganz Besonderes.


Historische Apfelsorte Roter Winterkalvill

Adersleber Kalvill

Dabei soll es sich laut MÜHL im Jahre 1830 um die erste gezielte Apfelkreuzung auf deutschem Boden gehandelt haben. Gekreuzt wurden

  • der Weiße Winterkavill:  sehr guter Geschmack, aber krankheitsanfällig und wärmebedürftig,
  • mit dem Gravensteiner: sehr guter Geschmack, aber sehr windanfällig, fällt häufig schon vor der Reife vom Baum.

Das Kreuzungsergebnis kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Der Adersleber Kalvill hat einen sehr guten, würzigen Geschmack, ist meiner Meinung nach auch relativ wenig  krankheitsanfällig, er verträgt zumindest das feucht-kühle Remscheider Klima recht gut. Dabei ist er kaum windanfällig und hat bei uns in einem halbwegs guten Apfelsommer auch die Zeit, genügend auszureifen.

Geschmack: In allen Anteilen (Süße/Säure/Würze) nicht so dominant wie die zwei vorhergehenden Sorten, aber alle dezenteren Komponenten ergeben ein stimmiges, mild-würziges Geschmacksbild.


Alte Apfelsorte Adersleber Kalvill

Auf dem Bild gut zu sehen sind die grau-grünlichen Flecken auf der Apfeloberfläche, die keinen Einfluss auf den Geschmack haben und sich mit einem Tuch entfernen lassen. Sie entstehen in besonders feuchten Apfeljahren, oder wenn der Baum nah am Wald steht.

Winterapfelsorten für eine späte Ernte

Mitte bis Ende November: die ersten Nachtfröste machen sich bemerkbar, und es ist Zeit, die späten Winterapfel-Sorten zu ernten.

Eine möglichst späte Ernte verspricht den höchsten Zuckeranteil und die beste Fruchtqualität.

Voraussetzungen für eine möglichst späte Ernte der Winteräpfel

Es gibt allerdings einige Voraussetzungen zu beachten, um Winteräpfel wirklich spät ernten zu können:

  • eine Wind- und Sturmfestigkeit der jeweiligen Sorte, kein Fruchtfall schon zu Beginn  der Reife,
  • eine möglichst feste Textur des Fruchtfleisches,
  • ein Abpassen des besten Erntezeitpunktes.

Späte Winterapfel-Sorten müssen lange am Baum hängen bleiben können

Apfelsorten, die sehr spät geerntet werden, müssen natürlich entsprechend lange am Baum “kleben bleiben” können. Man muss wissen, welche Sorten dazu in der Lage sind. Der Schöne von Boskoop verfügt leider nicht über diese Eigenschaften. Anfang November liegen die Äpfel auf der Wiese, wenn man sie noch nicht vorher geerntet hat.

Späte Winterapfel-Sorten sollte eine möglichst feste Textur des Fruchtfleisches haben

Sorten mit lockerem Fruchtfleisch neigen dazu, den optimalen Reifegrad schneller zu überschreiten. Sie können dann mehlig werden, auch wenn sie noch am Baum hängen. Sorten wie z.B. der Ontarioapfel oder der Rheinische Winterrambour haben eine festere Textur und sind aus diesem Grund schon besser geeignet, längere Zeit am Baum hängen zu bleiben.

Beobachtung der Wettervorhersagen

Frost über einen längeren Zeit, der vom Boden aufsteigt, wird von keiner Sorte vertragen. Nach den ersten stärkeren Bodenfrösten sollte es Zeit für die letzte Ernte des Jahres sein.
Auch die kälterobustesten Apfelsorten machen bei starkem Frost schlapp. Dann lassen sich die Äpfel nur noch zu Eiswein verarbeiten. Das genau geschieht jedes Jahr in Kanada. Dort kommt von einem Tag zum anderen so starker Frost auf, dass die am Baum hängenden Äpfel der Sorte Ontario vereisen. Hieraus wir mit großen Erfolg ein berühmter Apfel-Eiswein hergestellt.

2016 wurden im Sortengarten des Bergischen Streuobstwiesenvereins in Remscheid nach der Ernte Äpfel im Baum belassen, um bei den vorhandenen Sorten die Eignung für eine Spätlese zu prüfen.

Vorstellung einiger später Winterapfel-Sorten

Folgende Apfelsorten haben sich als besonders geeignet für eine späte Ernte erwiesen:

Späte Winterapfel – Sorte Nr. 1: der Rheinische Bohnapfel

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Der Rheinische Bohnapfel ist für eine Ernte sehr geeignet. DIE Sorte für einen reinsortigen Spätlese-Apfelsaft:

  • eine dezente Süße
  • gepaart mit einer milden, etwas bitter-und gerbstoffhaltigen  Säure,
  • ein hoher Anteil an Trübstoffen, die dem Saft fast eine smoothy-artige Textur verleihen (allerdings muss der Saft dann auch innerhalb eines Jahres verbraucht werden, weil danach die Trübstoffe im Saft verklumpfen).

Späte Winterapfel-Sorte Nr. 2: die Zuccalmagliorenette

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Die Kreuzung zwischen Berlepsch und Ananasrenette ist eine bemerkenswerte Sorte: feine, zitronige Säure mit guter, sortenspezifischer Würze und – bei möglichst später Ernte – hohem Zuckergehalt.

Allerdings dürfen die Früchte bei der späten Ernte nicht zu groß sein. Auf dem Bild unten sehen Sie ein besonders großes und von außen schönes Exemplar. Nach dem Aufschneiden zeigte sich – im Gegensatz zu den kleineren Früchten – dass der optimale Reifezeitpunkt schon längst überschritten war:

 

Späte Winterapfelsorte Nr. 3: die Zabergäurenette

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Die Zabergäurenette ähnelt im Geschmack der Sorte “Schöner von Boskoop”, hat aber eine etwas stärkere Würze und weniger Säure. Sie ist zum Verzehr als Tafelapfel geeignet.

Spät im Jahr, wenn die ersten Fröste kommen, kommt die Zabergäurenette in die Spätreife: die Schale wird dann rötlich und der Apfel lagert noch einmal zusätzlich Zucker ein. Als Tafelapfel dann ein Genuss und auch wunderbar mit Fenchelsamen für Apfelkompott (mit Fenchelsamen) zu gebrauchen.

Späte Winterapfelsorte Nr. 4: Kaiser Wilhelm

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Jawohl: Kaiser Wilhelm! Sollte man nicht meinen, da er in dem Ruf steht, schnell mehlig zu werden. Aber nicht am Baum, sondern wenn er gelagert wird: dann sollte er schnell verbraucht werden.

Die Kaiser-Wilhelm-Äpfel können durchaus bis November am Baum verbleiben, der vorherige Fruchtfall hält sich in Grenzen. Große Mengen Zucker werden dann noch in der späten Reifephase eingelagert. Aber das wissen auch die Vögel. Im Spätherbst picken sie bevorzugt Kaiser Wilhelm-Äpfel auf.

Die späten Kaiser-Wilhelm-Äpfel eignen sich ganz hervorragend für die Produktion von reinsortigem Spätlese-Apfelsaft.

Späte Winterapfel – Sorte Nr. 5: Rheinischer Winterrambour

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Geschmacklich gibt der unverwüstliche Massenträger “Rheinischer Winterrambour” nicht viel her, aber als Beigabe für einen Mischsaft oder Obstbrand kann er durchaus interessant sein.

Späte Winterapfel – Sorte Nr. 6: Ontario

Diese Sorte ist bekannt dafür, dass sie bis zu den ersten Bodenfrösten am Baum hängen bleiben kann. Der ganz spät geerntete Ontario hat einen interessanten Geschmack, ähnlich wie eine Nashi-Birne: ein hoher Zuckeranteil mit einer herben Säure, aber eine vergleichsweise dezente Würze. Er dürfte einen interessanten reinsortigen Apfelsaft abgeben. 

Veredelungsunterlagen und Pflanzabstände bei Apfelbäumen

Hinweis vorab:
Dieser Beitrag enthält Infos über Pflanzabstände bei verschiedenen Apfelbaum-Unterlagen. Wenn Sie den Kronenaufbau nach Öschberg planen, so vergrößern sich die unten genannten Pflanzabstände.
Nähere Infos zum Öschberg-Schnitt erhalten Sie hier.
Nähere Infos zu den vergrößerten Pflanzabständen erhalten Sie hier.

So – und jetzt zum eigentlichen Beitrag:

Die Unterlagen, auf denen die Apfelsorten veredelt werden, sind eingeteilt nach der Wuchsstärke

Schwach wachsende Unterlagen zur Veredelung von Apfelbäumen:
M9, M27

Geeignet für Spindel, Busch, Spalier.
(M9 ist die am häufigsten genutzte Apfelunterlage im modernen Erwerbsobstanbau.)

  • Baumhöhe 1,80 – 2,50 m,
  • notwendiger Pflanzabstand 2,5 – 3,0 m bei Büschen, bei Spindel geringer
  • notwendige freie Pflanzfläche 10 qm bei Büschen, bei Sindel geringer
  • dauernder Stützpfahl notwendig,
  • Lebensdauer bis 20 Jahre, bei sehr guter Pflege und Schnitt können diese Exemplare aber auch bedeutend älter werden (genau so bei den anderen Unterlagen).

Mittelstark wachsende Unterlagen zur Veredelung von Apfelbäumen:
M4, M7, MM106, M26

Geeignet für Busch oder Halbstamm

  • Baumhöhe 3 – 4 m,
  • Pflanzabstand 3-4 m bei Büschen, bei Öschbergkronen besser 5-6 m
  • freie Pflanzfläche 12 qm bei Büschen, bei Öschbergkronen besser mind. 25 qm
  • Lebensdauer 30 – 40 Jahre,
  • in den ersten Jahren Stützpfahl notwendig. Auch in der Ertagsphase ist ein Stützpfahl vorteilhaft, damit der Baum durch Wind, Fruchtbehang etc. nicht schief wächst.
  • M 26 ist nur für sehr magere Böden und sehr schwach wachsende Sorten interessant.

Mittelstark bis stark wachsende Unterlagen zur Veredelung von Apfelbäumen:
MM111, M25

Geeignet für Busch und Halbstamm

  • Baumhöhe 4 bis über 5 m,
  • Pflanzabstand 6 – 8 m bei Büschen
  • in den ersten Jahren Stützpfahl vorteilhaft,
  • Lebensdauer 50-60 Jahre.

Sehr stark wachsende Unterlagen zur Veredelung von Apfelbäumen:
A2, Sämling

Geeignet für Halbstamm oder Hochstamm

  • Baumhöhe bei den meisten Sorten deutlich über 5,0 m,
  • Pflanzabstand 8 – 10 m, bei triploiden Sorten auch 12 m
  • in den ersten Lebensjahren Stützpfahl vorteilhaft.

Obstbaum-pflanzen
Junger Hochstamm mit Sämlings-Unterlage (“auf Sämling veredelt”)

Die gebräuchlichsten Unterlagen zur Veredelung von Apfelbäumen

Untenstehend die Unterlagen, die bei den Baumschulen am häufigsten angeboten werden:

  • Spindel: die M9 – Unterlage für schwach wachsende Bäume (intensiver Erwerbsobstbau und für den schlanken Spindelobstbaum im privaten Garten),
  • Busch: die MM106 – Unterlage für mittelstark wachsende Apfelbäume (für den Garten und die Streuobstwiese) und
  • Hochstamm: Unterlagen aus Sämlingen stark wachsender Apfelbaumsorten wie Bittenfelder, Antonovka, Jakob Fischer u.a. für große Streuobstbäume.

Quellenverweise: 

  • www.wikipedia.de, Stichwort „Unterlage“
  • http://www.baumschule-pflanzen.de/stammformen-der-obstbaumtypen-und-obstb%C3%A4ume
  • http://www.gartenbauvereine.de/index.php/garten-themen/item/apfelbaeume-die-richtige-unterlage
  • http://www.baumgartner-baumschulen.de/sortenliste.pdf
  • www.kleingarten-bund.de/downloads/237_komplett.pdf
  • http://www.garten-ffb.de/PDF/unterlagen.pdf
  • http://www.naturimgarten.at/sites/default/files/14_obst_im_hausgarten.pdf

Stammformen bei Obstbäumen

Buschbaum

Buschbäume werden auch oft Niedrigstamm oder Viertelstamm genannt und zeichnen sich durch frühe und hohe Erträge (erstmals im 2. Standjahr) aus. Der Buschobstbaum ist für Anpflanzungen im Kleingarten oder im kommerziellen Obstanbau (Obstplantage) bestens geeignet.

Spindelbuschbaum

Spindelbaum ist die Bezeichnung für Obstbaumveredlungen auf sehr schwachwüchsigen Apfelwildlingen. Der Spindelbuschbaum benötigt zur sicheren Standfestigkeit einen Baumpfahl. Das Anbinden der Obstbäume sollte bevorzugt mit Kokosgarn oder mit Bindematerial erfolgen, welches nicht in den Baumstamm einschneiden kann.

Der Spindelobstbaum trägt mit seinen großen Früchten schon im 1. Standjahr und wird oft für die Anzucht von Spalierbäume oder Obstbaumhecken eingesetzt. Spindelobstbäume finden ihre ideale Verwendung im kleinen Obstgarten oder auch im kommerziellen Erwerbsanbau als Plantagenbäume.

Spalierbaum (z.B. einfache oder doppelte U-Form)

Spalierbaum ist die Bezeichnung für in Form geschnittene und längere Jahre an Formgestellen gezogene Obstbäume. Die vertikale, bzw. horizontale Zweigstellung wird durch das Anbinden der Bäume an freistehende Formgestelle oder Hausfassaden erzwungen. Ein fachmännischer und regelmäßiger Formschnitt ist bei der Spalierbaumerziehung Bedingung.

Die Eigenschaften beim Spalierbaum als Obstbusch sind mit den Spindel- oder Buschbäumen gleichzusetzen. Der schwachwüchsige Spindelbusch ist für die Anzucht von Spalierobstbäume am besten geeignet. Die Verwendung von Spalierbäume richtet sich vor allem an Kleingartenbesitzer für die Anpflanzung von platzsparenden Obsthecken.

In den Obstbaumschulen werden bevorzugt Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Zwetschge als Obstbaumspaliere für den Verkauf produziert.

Halbstamm

Halbstamm ist die Bezeichnung für veredelte Obstbäume auf starkwachsenden A2-, M106- oder Sämlingsunterlagen. Die freie (unbeastete) Stammhöhe bei Veredelungen auf Halbstamm beträgt ca. 1,2 m (120 cm) zzgl. Baumkrone.

Die ersten Erträge können ab ca. 4. Standjahr erwartet werden, bei Sämlingsunterlagen später.  Der Obstbaum als Halbstamm ist geeignet für Obstwiesen, als Feldbäume oder Straßenbäume, für den kommerziellen Obstanbau oder für den mittelgroßen Hausgarten. Ein Pflanzpfahl oder Dreiecksbock wird in den ersten Jahren empfohlen.

Hochstamm

20140824_151511Obstbäume als Hochstämme besitzen die gleichen Eigenschaften wie Obstbäume als Halbstämme. Freie Stammhöhe bei Obstveredelungen als Hochstammobstbäume: 1,8 m (180 cm zzgl. Kronenbeastung).

Eine Streuobstwiese mit Hochstämmen ist ideal für die Beweidung mit Tieren. Gegen Tierfraß sollte in den ersten Standjahren geschützt werden, am besten durch biegsame Metallgitter. Ein mindestens 250 cm hoher Pflanzpfahl (oder auch mehrere als Zwei- oder Dreibock-Konstruktion) werden empfohlen.

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Auf Sämlingsunterlagen gezogene Hochstämme können sehr groß und sehr alt werden.

Welche Veredelungsunterlagen sind für welche Stammformen geeignet?

Siehe hierzu auch…

De Prinz kütt: Prinz Albrecht von Preußen

WP_20150928_003Darf ich mich vorstellen:

ich bin der Prinz Albrecht von Preußen und produziere jahrein jahraus eine Menge Allergikeräpfel. In diesem Jahr habe ich aber über die tollen Tage so viele Blüten und Früchte angesetzt, dass ich jetzt furchtbar müde bin.

Die nächsten 2 Jahre muss ich zur Kur und mich schonen. Meine Leitäste werden wieder hochgebunden. Hin und wieder etwas Kraftsport durch Einkürzen der Leitastspitzen, auf dass meine Arme kräftiger werden. Ansonsten  ist in den nächsten beiden Jahren Schonung und Entfernung der Blüten angesagt.

 

Sammlerglück: der Gravensteiner

Auf der vom Bergischen Streuobstwiesenverein gepflegten Obstwiese in Remscheid Reinshagen gibt es einige ca. 12 Jahre alte Bäume, die nicht entsprechend gekennzeichnet wurden. Keiner weiß also, welche Sorten wir zu erwarten haben. Einer dieser geheimnisvollen Unbekannten hat jetzt das erste Mal getragen. Von Weitem sehen die Früchte eher unspektakulär aus, wenig Rötung, die Grundfarbe eher noch grün.

Aufmerksam wird man auf diese Früchte, weil sich die Wespen und Hornissen förmlich darum reißen, die Äpfel anzunagen. Das weist auf einen hohen Zuckergehalt hin. Die Verkostung eines Apfelstücks von einem schon halb von den Insekten verspeisten Exemplar brachte die Gewissheit: ein Gravensteiner!

Früchte wie gemalt, köstlicher, sortentypisch würziger Geschmack mit reduzierter Säure. Wobei der Apfel frisch vom Baum am besten schmeckt.

Gravensteiner2

Mit zunehmender Lagerung verdichtet sich das sortentypische Aroma und wird sehr intensiv. Deshalb: besser gleich aufessen. Auch lässt sicvh der Gravensteiner schlecht lagern.

 

Planung von Streuobstwiesen zur wirtschaftlichen Nutzung

Möglichkeiten der wirtschaftlichen Nutzung bei Äpfeln

  • Apfelsaft,
  • Apfelwein,
  • Apfelbrand
  • Tafelobst (bei gut gewachsenen Früchten)

Auswahlkriterien für die Apfelsorten

  1. Geringer Vorerntefruchtfall,
  2. windfest,
  3. möglichst keine folgernde Reife, daher entfällt mehrmaliges Durchpflücken,
  4. möglichst einheitlicher Erntezeitpunkt aller Sorten auf einer Wiese, dadurch die Möglichkeit des einmaligen Aberntens einer Wiese innerhalb von 1-3 Tagen,
  5. robust, sollen auch in den feuchten Höhenlagen des Bergischen Landes wachsen,
  6. guter Geschmack mit sortentypischen Aroma,

Erntezeitpunkt Ende September/Anfang Oktober: Wiese 1

  • 15 Kaiser Wilhelm,
  • 15 Prinz Albrecht,
  • 15 Berner Rose,
  • 15 Alkmene.
  • 2 Wildapfel- und 2 Zierapfelbäume zur besseren Befruchtung.

Erntezeitpunkt Ende Oktober/Anfang November: Wiese 2

  • 15 Boskoop,
  • 15 Kardinal Bea,
  • 15 Zuccamagliorenette,
  • 15 Roter Winterkalvill
  • 2 Wildapfel- und 2 Zierapfelbäume zur besseren Befruchtung.

Erntetechnik

  • Tag 1: Reinigung der Wiese vom Vorerntefruchtfall,
  • Tage 2 und 3: Platzierung von Containern auf der Wiese, Abernten durch Baumrüttler und geliehener Erntemaschine (schafft bis zu 8 to/Tag). Abtransport der Container in die Mosterei oder zum Einmaischen (Lohnbrennerei).

Vier alte Apfelsorten im Vergleich: robust, vital – aber auch wohlschmeckend?

Hier stellen wir 4 wohlschmeckende Apfelsorten vor, die

  • im rauen Bergischen Klima besonders gut gedeihen,
  • widerstandsfähig gegenüber Krankheiten sind
  • und sich durch sichere Ernten auszeichnen.

Dieser vier Apfelsorten erfreuen durch ihre Unkompliziertheit jedes Jahr aufs Neue.

  • Alkmene,
  • Prinz Albrecht,
  • Sommer-Parmäne und
  • Kardinal Bea

Lassen Sie uns die Sorten näher vorstellen:

Alkmene

Der Alkmene-Hochstamm ist eher gedrungen und benötigt weniger Platz. Kreuzung aus “Cox-Orange” und “Geheimrat Oldenburg”. Es gibt viele Kreuzungen mit der Sorte “Cox-Orange”, die sich alle durch ihren besonderen Wohlgeschmack auszeichnen, und Alkmene ist die am wenigsten krankheitsanfällige von allen. Durch die Tendenz zur reichen Ernte kann der Baum schnell vergreisen; häufiger Verjüngungsschnitt und regelmäßige Düngung, besonders nach der Ernte, sind daher von Vorteil.

Aroma und geschmackliche Qualität

Geschmack nach Orangenblüten, Rosen- und Muskat. Süße und Säure nicht sehr ausgeprägt, Aroma Süße nur bei Exemplaren, die außen am Baum wachsen und viel Licht abbekommen (offene Kronen!). Die Qualität bestimmt sich weitgehend durch das Aroma und nicht durch die Süße.

Ernte

Alkmene reift folgernd; zwischen September und Oktober kann laufend geerntet werden. Kein vorzeitiger Fruchtfall vor der Reife. Lagerfähig.

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Ein Ostergruß:
Alkmeneäpfel, im September des letzten Jahres geerntet. Sie sind etwas geschrumpelt, weisen aber sonst keinerlei Anzeichen von Gewebeveränderungen auf. Sie lagen 6 Monate draußen im Freien und haben sogar leichten Frost überstanden. Machen Sie das einmal mit Äpfeln aus dem Supermarkt!

Sommer-Parmäne

Grahams Jubiläumsapfel

Bekannt seit dem 16. Jahrhundert. Ob es sich um eine Kreuzung oder Mutation einer anderen Sorte handelt, ist der Fachliteratur nicht zu entnehmen. Die Sorte zeichnet sich durch große Unempfindlichkeit gegenüber nasskaltem Klima aus; Höhenlagen werden bevorzugt. Frühe und reichliche Ernte.

Geschmack und Aroma

Geruch edel parfümiert, wein- und erdbeerartig; Nussaroma; gutes Süß-Säureverhaltnis; insgesamt hervorragender Geschmack.

Ernte

Ab Mitte September, anfällig für vorzeitigen Fruchtfall. Mehrmaliges Durchpflücken ist ratsam.

Kardinal Bea

Die Sorte wurde 1930 in der Gegend von Esslingen in Baden-Württemberg entdeckt. Ausgeprägt ist die Unempfindlichkeit und Robustheit dieser Sorte. Auch in klimatisch ungünstigen Lagen bleibt er frei von Krankheiten und erfreut durch sichere Ernten mit großen, prachtvoll rot-bläulich gefärbten Früchten.

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Aroma und Geschmack

Aroma leicht rosenartig; Geschmack süßlich mit wenig Säure und mit fortgeschrittener Reife leicht lakritzartig. Konsistenz knackig, fest.

Ernte

Anfang bis Mitte Oktober. Die Äpfel bleiben bis zur Reife fest am Baum. Die Sorte reift nicht folgernd, alle Äpfel sind zum gleichen Zeitpunkt reif. Sehr gute Frucht zum Brennen.

Prinz Abrecht von Preussen

1865 aus einem Sämling der Sorte “Kaiser Alexander” gezogen. Das hervorstechende Merkmal dieser Sorte ist die Unempfindlichkeit und dieTendenz zur reichlichen Ernte. Unter den so genannten “Massenträgern” ist er die wohlschmeckendste Sorte.

Aroma

Leicht rosenartig; guter, aber nicht sehr ausgeprägter Geschmack, fruchtig-süß-säuerlich; Konsistenz: saftig, im Vollreifestadium etwas mürbe, bekommt dann einen recht interessanten bananenartigen Beigeschmack.

Neigt zum Vorerntefurchtfall. Es bleiben bis zur Reifezeit aber immer noch so viele Früchte am Baum, dass eine gute Ernte garantiert ist. Beliebte Frucht für die Apfelweinproduktion.

Fazit

Alle vierbesprochenen Sorten zeichnen sich durch Unempfindlichkeit,  reichlichen Ernten und geschmackliche Qualitäten aus.

Suchen Sie besonders wohlschmeckende Äpfel zum Sofortverzehr, und die Sie auch noch einige Zeit lagern können? Dann sind Sie mit den Sorten “Alkmene” und “Sommer-Parmäne” auf der sicheren Seite.

Die Sorten “Kardinal Bea” und “Prinz Albrecht” schmecken zwar gut, reichen in dieser Hinsicht aber nicht an die beiden anderen heran. Dafür können die Bäume aber zu einem Zeitpunkt komplett abgeerntet werden und eignen sich deshalb besonders als sogenannte “Wirtschaftsfrucht” zur Saft-, Wein- und Obstbrandherstellung.

 

 

Beeren, Pflaumen, Äpfel: Selbstversorgung durch abgestimmte Erntezeiten

Stressfrei gärtnern

Erdbeeren, rote Johannisbeeren und Kirschen sind wirklich gut schmeckende Früchte. Mit deren Anbau lassen sich allerdings nur schwerlich gute Erfahrungen machen. Die Vögel ernten meist schneller, und ich habe absolut keine Lust, meinen ganzen Garten mit Netzen zu schützen (nutzt eh nix, die Vögel finden immer einen Eingang). Das hier vorgestellte Obst wird von den tierischen Räubern kaum beachtet, da diese hauptsächlich auf die Farbe “rot” anspringen. Rote Äpfel werden von den Plagegeistern weitgehend verschont, da zu ihrem Reifezeitpunkt so viele andere Wildbeeren wachsen.

Den ganzen Sommer und Herbst Obst aus dem eignen Garten? So schwer ist das gar nicht zu erreichen. Sie sollten sich Pflanzen jeweils als Büsche besorgen, also keine Beerenhochstämme bzw. Stein- und Kernobsthalb- oder -hochstämme. Die Reifezeit der einzelnen Sorten ist aufeinander abgestimmt. Durch Standort- bzw. Wettereinflüsse kann es hierbei allerdings zu Abweichungen kommen. Rechnen Sie mit einem Platzbedarf von rund 180 qm.

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Sortenauswahl

Alle verschiedenen Obstpflanzen wurden im Versuchsgarten in Remscheid-Reinshagen getestet. Sie sind geschmacklich hervorragend, robust gegenüber Klimaeinflüssen, Krankheiten und Schädlingen und weisen (mit Ausnahme der Goldparmäne) kaum Vorerntefruchtfall auf, bleiben also bis zur Ernte am Baum/Strauch und sind nicht windempfindlich.

Befruchtung der Obstpflanzen

Die Sortenauswahl wurde auf eine optimale gegenseitige Befruchtungsfähigkeit abgestimmt. Johannisbeeren sind selbstbefruchtend. Aber die Ernte kann durch die zusätzliche Befruchtung mit anderen Sorten noch erhöht werden. Mirabellen, Reneklauden und Pflaumen befruchten sich gegenseitig. Äpfel benötigen andere Befruchtersorten. Die Goldparmäne ist ein guter Befruchter für die anderen Sorten und sollte deshalb nicht fehlen.

Birnen, Kirschen, Pflaumen, Äpfel: die offizielle Vorschlagsliste alter Obstsorten in NRW

Obstsortenliste

1995 gründete sich der so genannte „Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz in NRW“. Mitglieder sind Naturschutz- und Fachverbände, Baumschulverbände, Obstwiesenvereine sowie Fachbehörden einschließlich dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV).

Aufgaben und Ziele des Koordinierungsausschusses

Die Hauptaufgaben des Korrdinierungsausschusses liegen

  • in der Abstimmung ihrer Aktivitäten für Obstwiesen
  • und im gemeinsamen Einsatz für die Erhaltung von Obstwiesen in Nordrhein-Westfalen.
  • Ein wichtiges Ziel ist die gezielte Förderung von alten und die Begründung neuer Obstwiesen nach den früher üblichen Anbaumethoden.

Empfehlungsliste für hochstämmige Streuobstwiesen unter Mitwirkung von Hartmut Brückner

Der Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz empfiehlt folgende Obstsorten für hochstämmige Streuobstwiesen. Die Empfehlungen basieren auf Praxiserfahrungen im Streuobst, und Hartmut Brückner, Vorsitzender des Bergischen Streuobstwiesenvereins, hat an ihrer Erstellung mitgewirkt. Im Einzelfall können auch durchaus andere, robuste Sorten auf Hochstamm gepflanzt werden. Die Erfahrungswerte sind auch auf Halbstämme für Streuobst übertragbar.

Download der Sortenliste

nrw-sortenliste