Das Qualitätssiegel des Bergischen Streuobstwiesenverein e.V.

Mischsäfte sind auf gefälligen Geschmack ausgerichtet

Je mehr man mischt, desto gefälliger wird der Geschmack. Meistens werden Säfte von verschiedenen Produzenten und Streuobstwiesen Produzenten zusammengemischt. In schlechten Erntejahren können auch Obst aus anderen Bundesländern hinzugekauft werden, oder es werden Restbestände aus dem Vorjahr beigefügt. Der so hergestellte Saft muss auch qualitativ nicht unbedingt schlecht sein.

Differenzierter Geschmack durch eindeutige Herkunftsbezeichnung 

Ein wirklich differenziertes Geschmackserlebnis bieten aber nur die Erzeugnisse mit einem eindeutigen Herkunftsnachweis. Es ist wie bei anderen Lebensmitteln auch: ob Wein, Olivenöl oder Obstsaft. Hier wird jede Verkostung zu einer geschmacklichen Überraschung. 

Qualitätsstandards für Streuobst und Streuobstsaft der höchsten Güteklasse

Im Frühjahr 2017 legte der Vereinsvorstand die Kriterien für eine Premium-Qualität fest. Der Bergische Streuobstwiesenverein e.V. vergibt das Siegel für Streuobst und Streuobstsäfte, wenn sie folgende Kriterien erfüllen: 

 

 

  • der Obstsaft und das Obst sollen eine eindeutige Bergische Herkunftsbezeichnung aufweisen. Auf der Flasche, der Box bzw. dem Obstbehältnis sollen die Streuobstwiesen aufgeführt werden, von denen geerntet wurde. 

 

  • Das Obst soll biologisch und extensiv auf Streuobstwiesen angebaut werden, ohne mineralische Düngung und Spritzmittel.

 

  • Für der Herstellung des Saftes sollen schonende Verfahren zur Pressung gewählt werden.

 

  • Nur einmaliges Erhitzen zur Pasteurisierung ist erlaubt. Wiederholtes Erhitzen nach Mischen von Säften oder nach Hinzufügen von Säften aus dem Vorjahr ist bei der Premium-Qualität nicht statthaft.

 

  • Der Streuobstsaft mit dem BSOWV-Premium-Gütesiegel ist nicht filtriert, und es werden auch keine fremden Stoffe zugesetzt (z.B. Vit. C)