Bewertung

Hartmut Brückner´s Urteil

Pflanzen in Rollkies

Bei Pflanzbeispiel A haben wir bei drei im letzten Jahr gepflanzten Jungbäumen den erwarteten Neuaustrieb erhalten.

Bei Pflanzbeispiel B fehlt uns noch Erfahrung, Stand Januar 2016. Um den Drang der Wurzelspitzen durch die Rollkieswand von ca. 15 cm zu verstärken, haben wir außen ringsum den Rollkies Kuhmist und Kompost in den Mutterboden eingelagert.

Pflanzen in einen verzinkten Drahtkäfig

Hierzu muss gesagt werden, dass das Ausheben von mehr als 0,5 Kubikmeter Erdreich zu aufwendig ist und dass darauf vertraut wird, dass die Wurzeln den nach ca. 10 Jahren hoffentlich mürben verzinkten Maschendraht sprengen werden und durch die Maschen weiterwachsen. Wenn dieses Pflanzbeispiel gewählt wird, muss auf jeden Fall aller dünnstes verzinktes Sechseckgeflecht verwendet werden, damit die Festigkeit des Drahtgeflechts nach ca. 5 bis 7 Jahren durch Korrosion geschwächt wird.

Rolf Meyer´s Urteil

Ich halte die Methode mit dem nach unten offenen Zylinder aus verzinktem Maschendraht am sinnvollsten. Jahrelangen positive Erfahrungen von JAN BADE (AK Obstgehölzpflege des Pomologenvereins) bestätigen das. Sogar bei einem Zylinder-Durchmesser von 50 cm scheinen sich die Einschnürungen der Wurzeln in Grenzen zu halten. Besonders positiv ist, dass der Zylinder nach unten hin offen ist. So können tiefergehende Wurzeln ungehindert unten hindurch wachsen: dort, wo keine Wühlmaus mehr hinkommt.

Wer besonders sicher gehen will, Einschnürungen größtenteils zu vermeiden, und wer das nötige Gerät hat (Bagger oder große Grabeschraube am Traktor), der kann auch Löcher mit einem Meter Durchmesser und 70 cm Tiefe buddeln. Für Personen, die größere Streuobstwiesen anlegen wollen, lohnt sich dieser einmalig höhere Aufwand bestimmt.