Birnen

Birnensorten

Alte Birnensorten sind in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. In Europa sind mehrere Tausend bekannt. Die Obstsortendatenbank www.Obstgarten.biz hat mittlerweile 554 alte Birnensorten näher beschrieben.

Birnenbäume blühen früher als Apfelbäume und sind entsprechend häufiger Nachtfrösten ausgesetzt: der Grund, weshalb sich der Birnenanbau – zumindest in den Höhenlagen des Bergischen Landes – kaum lohnt.

Auch findet eine Bestäubung durch Bienen so früh im Jahr bei kälterer Witterung nicht in ausreichendem Maße statt. Hummeln könnten das Problem lösen, da sie schon bei 8 Grad mit der Bestäubung beginnen, aber leider hat sich ihr Vorkommen durch eine Reduzierung anderer früh blühender Pflanzen deutlich reduziert.

Hat es allerdings mit der frühen Befruchtung der Blüte geklappt, so benötigen Birnenbäume kühle Temperaturen, um einen Fruchtansatz zu entwickeln.

Alte Birnensorten im Streuobstanbau

Der Anbau alter Birnensorten lohnt sich vor allem

  • auf Streuobstwiesen, auf denen kein später Nachtfrost auftritt,
  • in Gegenden ohne Wacholderbewuchs. Wacholder ist der Winter-Zwischenträger des Orangeroten Gitterrostes, ein Pilz, der die Blätter und Früchte von Birnbäumen befällt.

Die richtige Erntezeit beachten

Vollreif können Birnen nicht geerntet werden. Dann sind sie weich und halten den Absturz von einem hohen Baum nicht aus. Es kommt bei der Ernte also darauf an, vor der Vollreife zu ernten, wenn die Birnen noch hart sind, aber schon genug Zucker, Säure und Geschmackstoffe gebildet haben.