Streuobst-Premiumprodukte mit Nennung der Anbaulage

Mischsäfte sind auf gefälligen Geschmack ausgerichtet

Je mehr ein Saft gemischt wird, desto gefälliger wird der Geschmack. Häufig werden auch Säfte von verschiedenen Produzenten und aus verschiedenen Gegenden zusammengemischt. In schlechten Erntejahren können auch Obst aus anderen Bundesländern hinzugekauft werden, oder es werden Restbestände aus dem Vorjahr beigefügt. Der so hergestellte Saft muss auch qualitativ nicht unbedingt schlecht sein. Meist werden die verschiedenen Säfte mehrmals erhitzt: vor und nach der Mischung, mit negativen Folgen für den Geschmack.

Differenzierter Geschmack durch eindeutigen Herkunftsnachweis

Ein wirklich differenziertes Geschmackserlebnis bieten aber nur die Erzeugnisse mit einem eindeutigen Herkunftsnachweis, ungemischt und nur einmal zur Haltbarmachung erhitzt Es ist wie bei anderen Lebensmitteln auch: ob Wein, Olivenöl oder Obstsaft. Hier wird jede Verkostung zu einer geschmacklichen Überraschung.

Qualitätsstandards für Streuobst und Streuobstsaft
in BSOWV – Premium – Qualität

 

1. Der Obstsaft und das Obst sollen eine eindeutige lokale Bergische Herkunftsbezeichnung aufweisen. Auf der Flasche, der Box bzw. dem Obstbehältnis sollen die Streuobstwiesen aufgeführt werden, von denen geerntet wurde.
Beispiele:
– “Streuobstapfelsaft, Herkunft: Remscheider Sortengarten”,
– “Streuobstäpfel, Herkunft: Streuobstwiese Wermelskirchen-Sellscheid”

2. Nur einmaliges Erhitzen zur Pasteurisierung ist erlaubt. Wiederholtes Erhitzen nach Mischen von Säften oder nach Hinzufügen von Säften aus dem Vorjahr ist bei der Premium-Qualität nicht statthaft.