Wie schneidet man Apfelbäume?
Am besten nach der Methode von Öschberg:

1. Kronenform

Man lässt am Baum einen Mitteltrieb und vier bis fünf Leitäste optimalerweise in einem Winkel von 45 Grad) wachsen.

2. Mitteltrieb

Der Mitteltrieb soll etwas höher sein als die Leitäste. Er wird als schlanke Spindel geschnitten, ohne dass sich auf die Dauer über den Leitästen weitere dicke Hauptäste bilden.

3. Astverzweigungen

Aus den drei bis fünf Leitästen verzweigen sich die Seitenäste.  Aus den Seitenästen verzweigen sich das kurze und lange Fruchtholz

 

 

4. Was wird geschnitten?

Beschnitten werden die Spitzen des Mitteltriebes, der Leitäste und der Seitenäste. Entfernt werden Konkurrenztriebe sowie steil nach oben und nach innen wachsende Triebe. Das Fruchtholz sollte im Allgemeinen nicht beschnitten werden.

5. Wann wird geschnitten?

In der Aufbauphase des Baumes regelmäßig im Winter , um die Krone zu erziehen und um die Leitäste zu verdicken. Ein Umbiegen durch die Last der Früchte sollte verhindert werden. Außerdem, um entweder die Verzweigungen mit Seitenästen zu fördern oder zu häufige Verzweigungen zu entfernen.

In der Ertragsphase des Baumes bei Bedarf, um auszulichten. Am besten im Sommer nach Abschluss der Wachstumsphase, um den Baum nicht zum starken Wachstum anzuregen. Voraussetzung für den Sommerschnitt ist eine genügende Vitalität des Baumes. Im Allgemeinen lässt sich die Vitalität an dem Wachstumszuwachs des einjährigen Holzes beurteilen. Dieses sollte bei Sämlings-Hochstämmen mindestens 30 cm betragen. Wird dieser Wert nicht erreicht, sollte im Winter geschnitten werden, um das Holzwachstum anzuregen.

In der Alterungsphase des Baumes bei Bedarf, um Leitäste und Seitenäste zu verjüngen und um die Bildung von neuem Fruchtholz zu fördern. Dieser Schnitt sollte im Winter erfolgen, damit der Baum im Frühjahr wieder kräftig austreibt.

 

Merke:

  • Winterschnitt: Förderung des Holzwachstums
  • Sommerschnitt: Beruhigung des Holzwachstums, Förderung der Fruchtbildung
  • Nach der Erziehung des Baumes in der Jugendphase ist das Ziel der Schnittmaßnahmen, in der Ertragsphase ein Gleichgewicht zwischen Holzwachstum und Fruchtbarkeit zu erreichen.