Charakteristische Merkmale und Verwechslersorten bei Apfelsorten
Bei Banniers Apfelsorten habe ich mit Hilfe der KI aus der vorhandenen Fachliteratur die jeweiligen charakteristischen Merkmale und die Verwechslersorten herausgefiltert. Die Ergebnisse werden nach und nach in Banniers 200 Sortenempfehlungen eingepflegt. So ist eine sichere Bestimmung vor Ort auf der Obstwiese möglich.
Rolf Meyer
Recherchequellen:
Fachliteratur (Im Internet zugänglich, nach Erscheinungsjahr gegliedert):
18. Jahrhundert
- Johann Prokop Mayer, Pomona Franconica oder natürliche Abbildung und Beschreibung der besten und vorzüglichsten Europäischen Gattungen der Obstbäume und Früchte, 1776
- Johann Volkmar Sickler, Der teutsche Obstgärtner, 1794
- Mathias Rößler, Pomona Bohemica, 1795
- August Friedrich Adrian Diel, Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten, 1799
19. Jahrhundert
- Johann Freiherr von Aehrenthal, Deutschlands Kernobstsorten, 1833
- Wilhelm Hinkert, Systematisch geordnetes Handbuch der Pomologie, 1836
- Alexandre Bivort, Album de Pomologie, 1847
- Eduard Lucas, Der Obstbau auf dem Lande, 1848
- Christian Eduard Langethal, Deutsches Obstcabinet, 1853
- Carl Gustav Calwer, Deutschlands Obst- und Beerenfrüchte, 1854
- Eduard Lucas, Die Kernobstsorten Württembergs. Eine systematische Übersicht derselben, 1854
- Eduard Lucas, Abbildungen württembergischer Obstsorten – Apfel- und Birnsorten, 1858
- Friedrich Jahn / Eduard Lucas / J. G. C. Oberdieck u. a., Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, 1859
- Eduard Lucas, Taschenbuch für Pomologen, Gärtner und Gartenfreunde, 1860
- Gustav Pfau-Schellenberg, Schweizerische Obstsorten, 1863
- Leopold Müller, Beiträge zur Förderung der Obstkultur und Obstkunde in Deutschland, 1864
- Eduard Lucas, Kurze Anleitung zur Obstkultur, 1866
- Eduard Lucas, Pomologische Tafeln zum Bestimmen der Obstsorten, 1868
- G. C. Oberdieck, Zusätze und Berichtigungen zu Band I und IV des Illustrirten Handbuchs der Obstkunde, 1868
- G. C. Oberdieck, Pomologische Notizen, 1869
- Eduard Lucas, Auswahl wertvoller Obstsorten – Die besten Tafeläpfel, 1871
- Hermann Goethe, Atlas der wertvollsten Tafelsorten, 1875
- Karl Koch, Die Deutschen Obstgehölze, 1876
- Adam Koch (Hrsg.), Vereinsblatt für die Mitglieder des Deutschen Pomologenvereins, 1879
- Ottolander u. a., Flora en Pomona, 1879
- G. C. Oberdieck, Deutschlands beste Obstsorten, 1881
- Wilhelm Lauche, Deutsche Pomologie. Chromolithographische Abbildung, Beschreibung und Kulturanweisung der empfehlenswerthesten Sorten, 1882
- Wilhelm Lauche, Erster Ergänzungsband zu Lucas und Oberdiecks Illustrirtem Handbuch der Obstkunde, 1883
- Rudolf Stoll, Österreichisch-Ungarische Pomologie, 1884
- Carl Mathieu, Nomenclator Pomologicus, 1889
- Theodor Engelbrecht, Deutschlands Apfelsorten. Illustrirte, systematische Darstellung der im Gebiete des Deutschen Pomologen-Vereins gebaueten Apfelsorten, 1889
- Nicolas Gaucher, Pomologie des praktischen Obstbaumzüchters, 1894
- Rudolf Goethe / Hermann Degenkolb / Reinhard Mertens, Aepfel und Birnen. Die wichtigsten deutschen Kernobstsorten, 1894
- Olof Eneroth, Handbok i Svensk Pomologi, 1896
- Franz Müller, Einträglicher Obstbau, 1897
20. Jahrhundert
- Müller / O. Bißmann u. a., Deutschlands Obstsorten, 1905
- Erwin Junge, Anbauwürdige Obstsorten, 1907
- Verlag Bechtold & Co., Unsere besten deutschen Obstsorten, 1907
- Verlag Bechtold & Co., Anbauwürdige Obstsorten, 1909
- Josef Löschnig, Empfehlenswerte Obstsorten, 1912
- Ludwig Hinterthür, Der Apfel, 1912
- Theodor Zschokke, Schweizerisches Obstbilderwerk, 1925
- Johannes Schomerus, Sachsens Apfel- und Birnsorten, 1927
- Gustav Schaal, Wertvolle Apfel- und Birnsorten, 1928
- Gustav Schaal, Äpfel, Birnen, Stein-, Beeren- und Schalenobst, 1930
- Löwel / Labus, Deutsche Äpfel, Band I: Niederelbe, 1941
- Löwel / Labus, Deutsche Äpfel, Band II: Norddeutschland, 1941
- Andreas Andresen, Apfelsorten, 1950
- Poenicke / Martin Schmidt, Deutscher Obstbau, 1950
- Horst Müller / Karl-Heinz Vanicek, Obstbau im landwirtschaftlichen Betrieb, 1955
- Hans Krümmel / Wilhelm Groh / Gerhard Friedrich, Deutsche Obstsorten, 1956
- Josef Seitzer, Farbtafeln der Apfelsorten, 1956
- Rudolf Koloc, Apfelsorten, 1956
- Karl Duhan, Die wertvollsten Obstsorten, 1957
Weitere Quellen im Internet
- Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins: Sortenportraits mit detaillierten Fruchtmerkmalen, Synonymen und teilweise ausdrücklichen Verwechslersorten. Die im Netzwerk geführten Herkünfte werden pomologisch auf Sortenechtheit geprüft.
- Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee – Sortenerhaltungszentrale Baden-Württemberg (KOB Bavendorf): Gute moderne Beschreibungen alter Äpfel und Birnen. Besonders hilfreich bei Lentizellen, Kelch, Stielgrube, Fruchtform, Reifezeit und Fleischmerkmalen; viele gute Fotos.
- Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee – Sortenerhaltungszentrale Baden-Württemberg (KOB Bavendorf): Gute moderne Beschreibungen alter Äpfel und Birnen. Besonders hilfreich bei Lentizellen, Kelch, Stielgrube, Fruchtform, Reifezeit und Fleischmerkmalen; viele gute Fotos.
- BUND Lemgo – Obstsortendatenbank: Sehr großes digitales Archiv mit über 3.500 alten Obstsorten, historischen Farbtafeln und Beschreibungen aus zahlreichen europäischen Quellen. Besonders gut zum Abgleich alter Abbildungen und Synonyme.
- BUND Lemgo – historische Sortenlisten und Literaturdatenbank: Hervorragend zum Auffinden von Erstbeschreibungen, historischen Synonymen, Baumschulkatalogen und alten Sortenverzeichnissen. Aktuell sind dort 822 Sortenlisten mit mehr als 155.000 Einzeldaten erfasst.
- Streuobst in Bayern – Apfelsorten-Datenbank: Mehr als 300 Apfelsorten mit Angaben zu Herkunft, Frucht, Baum, Reife, Geschmack, Krankheiten und Verwendung. Die Beschreibungen beruhen großteils auf Franz Mühls Fachwerk.
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) – Bayerns Streuobstsorten: Besonders wichtig für regionale Verbreitung und Lokalsorten. Die Daten beruhen auf historischen Quellen, Kartierungen und Prüfungen durch Fachberater und Pomologen.
- ARCHE NOAH, Österreich – Obstsortenblätter: Sehr gute, ausführliche PDF-Sortenblätter mit Fotos und Angaben zu Aussehen, Geschmack, Reife, Haltbarkeit, Standort und Verwendung. Für viele mitteleuropäische Sorten sehr brauchbar.
- Deutsche Genbank Obst (DGO): Staatlich koordiniertes Netzwerk zur langfristigen Sicherung genetischer Obstressourcen. Besonders wichtig zur Identität, Erhaltung und Herkunft von Sorten/Akzessionen. Das Julius Kühn-Institut koordiniert die DGO.
- Julius Kühn-Institut (JKI) – Genbanken und genetische Ressourcen: Wissenschaftliche Referenzsammlungen, insbesondere Dresden-Pillnitz; wichtig für genetische Ressourcen, Herkunft und Sortenerhaltung.
- Bundessortenamt – Gesamtliste Obst: Amtliche Quelle für registrierte beziehungsweise anerkannte Obstsorten. Weniger für die klassische pomologische Bestimmung, aber sehr nützlich für korrekte Sortennamen, registrierte Synonyme und amtliche Beschreibungen.
- Bundessortenamt – Beschreibende Sortenlisten: Amtlich erhobene morphologische Merkmale. Die Kernobst-Sortenliste enthält unter anderem Angaben zu Fruchtform, Schale, Stiel, Fleisch, Geschmack und Lagerung.
- FRUCTUS, Schweiz: Sehr wichtige Quelle für alte Schweizer und mitteleuropäische Sorten. Die Beschreibungen beruhen teilweise auf mehrjährigen wissenschaftlichen Erhebungen mit standardisierten Deskriptoren.
- Agroscope, Schweiz – Genressourcen Obst: Wissenschaftliche Beschreibung alter Obstsorten. Bei der schweizerischen Inventarisierung wurden rund 2.500 alte Obstsorten erfasst; viele wurden anschließend detailliert beschrieben und fotografiert.
- Agroscope – Obstsorten und Sortenblätter: Vor allem für neuere und etablierte Sorten; technische Sortenblätter mit Frucht- und Baumeigenschaften, Reife und Lagerung.
- Schweizer PGREL-NIS-Datenbank: Nationale Datenbank für pflanzengenetische Ressourcen. Besonders interessant, weil alte Obstsorten anhand standardisierter Deskriptoren beschrieben werden; bei Äpfeln werden zahlreiche äußere und innere Fruchtmerkmale erfasst.
