Im Sortengarten in Remscheid Reinshagen stehen – neben 100 verschiedenen Apfelsorten – auch 90 Bäume der Sorte “Gravensteiner”, sozusagen als Hauptsorte. 

  • 5 Sämlingshochstämme, die 18 Jahre alt sind und sich schon in der Ertragsphase befinden
  • und 85 zwei- bis vierjährige Halbstämme auf MM 106 – Unterlage veredelt, von denen der eine oder andere Baum schon einige Früchte tragen könnte.

Der Grund, so viele Bäume von einer Sorte anzupflanzen? Bei Obstbäumen einer Sorte können einmal mindestens 2 Tonnen Äpfel geerntet werden. Genug, um eine mobile Mosterei zur Wiese kommen zu lassen – und nicht umgekehrt. Das würde eine Menge an Aufwand einsparen und man hätte “auf einen Schlag” 1600 Liter reinsortigem Apfelsaft.

Leider blühte kein einziger der zahlreichen Bäume,  und entsprechend  gab es auch keine Früchte! Wie konnte es zu diesem flächendeckenden, auf eine Sorte bezogenen Ernteausfall kommen? Die Ernte bei den anderen Apfelsorten ist in diesem Jahr durchaus zufriedenstellend (sieht man einmal von einigen Sorten ab, die alternanzbedingt in diesem Jahr keine Früchte tragen).

Die Apfelsorte Gravensteiner leidet besonders unter dem Klimawandel

Schon 2019, ein Jahr zuvor, hatten die Gravensteiner Sämlingshochstämme nur wenig Ertrag, so dass Alternanz als Grund für den totalen Ernteausfall wegfällt. Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass es an der Sorte liegt: der Gravensteiner mag feuchtes Klima. Deshalb hatte ich ihn ja auch gerade in Remscheid angebaut.

Der Klimawandel scheint mir nun einen Strich durch meine Rechnung zu machen. Im Sommer, am Ende der jährlichen Wachstumsphase, bilden sich die Blütenknospen für das nächste Jahr. Der Sommer 2019 war extrem trocken und heiß. Bei einer solch empfindlichen und feuchtigkeitsliebenden Apfelsorte wird das Klima wohl der Hauptgrund dafür gewesen sein, dass sich keine Gravensteiner-Blütenknospen bilden konnten.

von Hans Joachim Bannier:

In den letzten Wochen werden wir häufiger von Gartenbesitzern nach einer Sortenempfehlung für Apfelbäume für den Haus- oder Kleingarten gefragt. Dort ist meist nicht allzuviel Platz, so dass man sich auf wenige gute Sorten beschränken muss. Sofern kein großer Baum als späterer Schattenspender gewünscht ist, sollen die zu pflanzenden Bäume in den meisten Fällen nicht allzu riesig werden und es soll auch nicht 7-10 Jahre dauern, bis die Bäume richtig in den Ertrag kommen.

Meist ist allenfalls für 3-4 Bäume Platz, manchmal auch nur für 1-2 Bäume. Für diesen ‘Standard-Fall’ haben wir hier einmal eine kleine Zusammenstellung schmackhafter und robuster Apfelsorten aufgelistet, die nach unseren Erfahrungen gut geeignet sind.

Wurzelunterlage und Sorte bestimmen die Größe eines Obstbaumes

Bevor wir die Sorten auflisten, hier aber noch ein wichtiger Hinweis, was bezüglich der gewünschten Größe eines Apfelbaumes oder -busches noch zu beachten ist:
Die Größe eines Apfelbaumes hängt nicht nur von der gepflanzten Sorte ab, sondern auch von der Wurzelunterlage, auf der er veredelt wurde.

Für Apfelbäume in kleineren Gärten mittelstarke Unterlagen, keine schwachen M9-Unterlagen!

Für den Haus- und Kleingarten empfehlen sich dafür sog. ‘mittelstarke’ Unterlagen, die heute in den Baumschulen mit Kürzeln bezeichnet werden (z.B. M7, MM106, M25). Wenn man heute in Baumschulen sagt, man wolle unbedingt einen kleinen Baum haben, werden heute gern auch Apfelbüsche auf der sehr schwachen Wurzelunterlage M9 verkauft. Auf dieser Wurzel veredelt bleiben die Gehölze zwar tatsächlich noch mal kleiner, allerdings ist diese Wurzel auch nicht standfest, d.h. nach ein paar Jahren, wenn der Busch mal voller Äpfel hängt, kann der Busch unter der Last der eigenen Früchte umfallen (sofern er keinen Stützpfahl mehr hat). Auch wenn Wühlmäuse an den Wurzeln dieser schwachen Unterlage fressen, hat die M9-Unterlage oft nicht die Kraft, sich wieder zu erneuern. Und schließlich wurzelt die M9 auch nur flach und reagiert daher wesentlich schneller auf Trockenheit, muss also in Jahren wie 2018/19 regelmäßig gewässert werden.

Auch wenn die Sorten auf der M9-Unterlage noch schneller tragen als auf den mittelstarken Wurzelunterlagen, empfehlen wir die letzteren, da sie deutlich robuster (und in der Regel auch standfest) sind. Je nach aufveredelter Sorte beginnen die auf mittelstarken Unterlagen veredelten Büsche/Halbstämme in der Regel nach etwa 3-6 Jahren.

Für schattenspendende Apfelbäume Sämlingsunterlagen wählen

Wer dagegen später gern einen größeren Baum haben möchte (Halbstamm oder Hochstamm), der später auch als Schattenspender dient, muss darauf achten, dass die gewünschte Sorte auf einer sogenannten ‘Sämlingsunterlage’ veredelt wurde. In guten Obstbaumschulen ist auf dem Etikett neben der Sorte immer auch die verwendete Wurzelunterlage vermerkt. Baum Baumverkauf in Baumärkten oder Gartencentern fehlt diese Angabe häufig und man kann bezüglich der Baumgröße Überraschungen erleben (in der einen oder in der anderen Richtung).

Die Sortenwahl

Was die Sortenwahl betrifft, wünschen sich die meisten für den Hausgarten – anders als auf Streuobstwiesen – in der Regel ebenfalls eher Sorten, die nicht zu stark wachsen und deren Fruchtertrag nicht allzu spät einsetzt. Für ein Standard-Sortiment empfehlen wir daher in der Regel mittelstark (oder etwas schwächer) wachsende Sorten (bzw. solche, die mit dem Ertragsbeginn nicht die spätesten sind).
Unser ‘Standard-Hausgartensortiment’ setzt sich zusammen aus den folgenden robusten und schmackhaften Sorten:

Discovery
Pflückreife Mitte August, Genussreife bis Mitte September. Aromatische, leuchtend rote Frucht. Baumwuchs: eher schwach (kann auch auf stärkeren Wurzelunterlagen veredelt werden!). Ertrag früh beginnend, regelmäßig. Robust gegen Schorf und Mehltau. Auf staunassen, sehr schweren Böden kann Obstbaumkrebs auftreten (daher ggf. Boden mit Sand und/oder Kompost lockern. Die Sorte ist ihrerseits ein guter Befruchter auch für die im folgenden hier genannten Sorten.

Alkmene
Pflückreife Mitte September, Genussreife bis Mitte November. Aromatische, an Cox Orange erinnernde Frucht. Baumwuchs mittelstark bis eher schwach. Ertrag sehr früh beginnend, regelmäßig. Robust gegen Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs, bezüglich Standort und Boden breit anbaufähig. Alle paar Jahre kann jedoch Monilia-Triebsterben auftreten (befallene Triebe jeweils umgehend wegschneiden), dennoch empfehlenswert. Die Sorte ist ihrerseits ein guter Befruchter auch für die anderen hier genannten Sorten.

Finkenwerder Prinz
Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife bis Januar. Säuerlich-aromatische Frucht. Baumwuchs mittelstark, später in die Breite gehend und hängend. Ertrag früh beginnend, regelmäßig. Robust gegen Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs, bezüglich Standort und Boden breit anbaufähig. Die großen Früchte junger Bäume neigen auf dem Lager z.T. zu Gleosporium-Fruchtfäule – das verliert sich im Lauf der Jahre, wenn die Bäume älter und die Früchte kleiner (und dann lagerstabiler) werden. Die Sorte ist ihrerseits ein guter Befruchter auch für die anderen hier genannten Sorten.

Holsteiner Cox
Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife bis Januar. Aromatische, an Cox Orange erinnernde Frucht. Baumwuchs stark, sehr in die Breite gehend. Ertrag mittelfrüh beginnend, etwas alternierend (d.h. gute und schwächere Ertragsjahre im Wechsel). Robust gegen Schorf, etwas anfällig für Mehltau, daher für kühle Lagen besser geeignet als für sehr warme Lagen; etwas anfällig auch für Obstbaumkrebs, daher staunasse oder extrem schwere Böden meiden (oder bei letzteren Sand und/oder Kompost zur Bodenlockerung einarbeiten). Bei Beachtung dieser Standort-Begrenzungen sehr empfehlenswert. Die Sorte kann von allen anderen hier genannten Sorten befruchtet werden, ist selbst jedoch ein schlechter Befruchter für andere Sorten!

Winterglockenapfel
Pflückreife Mitte bis Ende Oktober, Genussreife Dezember bis Mai! Säuerlich fruchtig schmeckende Frucht, die ihre gleichzeitige Süße erst ab Dezember/Januar zu entfalten beginnt und am besten erst dann schmeckt, wenn die Schale äußerlich schon etwas zu welken beginnt. Baumwuchs mittelstark bis stark, eher steil (später hängend). Ertrag mittelfrüh beginnend, relativ regelmäßig, z.t. alternierend zwischen besseren und schlechteren Ernten. Robust gegen Mehltau und Obstbaumkrebs. Etwas anfällig für Schorf – deshalb sollte auf eine gute Durchlüftung des Standorts geachtet werden, d.h der Baum bzw. Busch sollte frei stehen, nicht zu dicht neben Hecken oder Nachbarbäumen. Die Sorte ist ihrerseits ein guter Befruchter auch für die anderen hier genannten Sorten.

Weitere Informationen über die oben genannten Apfelsorten erhalten Sie hier.

Natürlich gibt es noch weitere, sehr empfehlenswerte Sorten (teilweise mit individuelleren Geschmackseigenschaften). Wir haben hier in erster Linie ein kleines Sortiment an “Klassikern” zusammengestellt, mit denen die meisten Gartenbesitzer am Ende zufrieden sein werden (was Geschmack, Ertrag und Robustheit der Pflanze betrifft).

Bei der Auswahl der Sorten haben wir auch berücksichtigt, dass diese Sorten in Baumschulen grundsätzlich noch erhältlich sind – keineswegs in jeder Baumschule, aber zumindest in guten Obstbaumschulen, die noch selber Bäume anziehen (und diese nicht nur zukaufen).

Befruchtung der Apfelbäume

Noch ein Wort zum Thema ‘Befruchtung’: Jeder Apfelbaum braucht, damit seine Blüten später auch befruchtet werden, eine zweite Apfelsorte. Sollten also in Ihrer direkten Nachbarschaft keine weiteren Apfelbäume (ggf. reichen auch Zieräpfel!) zu finden sein, empfiehlt es sich, mindestens 2 Sorten zu pflanzen. Die hier empfohlenen Sorten eignen sich – bis auf den Holsteiner Cox – alle als Befruchter für die jeweils anderen Sorten.

Ca. 250 Bäume stehen im jungen Sortengarten an der Lobirke in Remscheid. Davon sind etwa 20 Bäume schon im ersten Ertragsstadium. Im September wurden folgende Sorten innerhalb von 10 Tagen für die Apfelsaftherstellung geerntet:

  • Alkmene
  • Ananasrenette
  • Berner Rosenapfel
  • Dülmener Rosenapfel
  • Geflammter Kardinal
  • Gala
  • Krügers Dickstiel
  • Prinz Albrecht
  • Roter Augustiner
  • Rubinola
  • Spartan

Den frühe Apfelsorten fehlt die Säure

Die oben aufgeführten Sorten schmecken alle eher mild und süß mit mehr oder weniger Würze: als Tafeläpfel sehr geeignet, aber für Apfelsaft? Mit den geernteten Äpfeln fuhren wir also zur mobilen Mosterei der Familie Rapp. Aus den 300 kg konnten dann 200 Liter Saft gepresst werden: insgesamt 66 Dreiliter-Bags. Das Geschmack des Apfelsaftes war dann auch erwartungsgemäß eher süß und mild. Für kleine Kinder, die gerne Apfelsaft trinken, danach aber schnell einen wunden Po bekommen, ist er gut geeignet. Erwachsene bevorzugen aber doch eher einen etwas herberen Geschmack mit mehr Säureanteilen.

Welche frühe Apfelsorte lässt sich gut mit süßen und säurearmen Sorten mischen?

Es ist gar nicht so einfach, frühe und überwiegend säuerlich schmeckende Apfelsorten zu finden, die sich zudem auch gut für die Saftherstellung eignen. Ich habe recherchiert und bin auf die Apfelsorte “Maunzenapfel” gestoßen: Robustheit, Windfestigkeit und ein saurer Geschmack zeichnen ihn aus als Beimischungs-Sorte zum Frühherbstcuvee.

Weitere Informationen über den Maunzenapfel erhalten Sie hier.

 

Anders als bei sortenreinen Säften stehen bei Mischsäften (Cuvees) eher das harmonische Zusammenspiel der einzelnen sortenspezifischen Geschmacksrichtungen im Vordergrund. Ein guter Apfelsaftcuvee sollte Süße, Säure, Gerbstoffe, eventuell auch eine etwas Bitterstoffe und zusätzliche Aromen (wie z.B. einen weinigen Renettengeschmack) enthalten. 

Es gibt Apfelsorten, die sich in besonderem Maße zur geschmacklichen Aufwertung von Mischsäften eignen, die in der Lage sind, einem Cuvee eine zusätzliche besondere Geschmacksnote hinzuzufügen. 

Aus eigener Erfahrung heraus kann ich drei Sorten besonders empfehlen: 

  • die Goldparmäne
  • den Rheinischen Bohnapfel
  • und den Boskoop.

Aufwertung von mehrsortigen Apfelsäften durch die Sorte “Goldparmäne”

Goldparmäne, © UK National Fruit Collection

Die Goldparmäne ist ein Tafelapfel und für die Saftherstellung eigentlich viel zu schade. Außerdem ist sie relativ empfindlich im Anbau und neigt zu Vorerntefruchtfall und Schorf. 

Auch weist diese Sorte nicht unbedingt eine große geschmackliche Tiefe aus: Säure und Süße halten sich in Grenzen, es gibt auch keine, für Apfelsäfte so beliebte “weinige” Renettenwürze. Ihre geschmacklichen Vorteile liegen im unvergleichlich nussigen Geschmack der spät geernteten Äpfel. Und diese Note als Beimischung ist in der Lage, den Geschmack von mehrsortigen Apfelsäften zu verfeinern.

Durch den sehr trockenen und heißen Sommer 2019 hatte ich das Glück, dass mein nah am Wald stehender Goldparmänebaum relativ schorffrei blieb und ich eine gute Menge voll ausgereifter Früchte ernten konnte. Diese Äpfel habe ich dann zu der Sortenmischung für meinen Herbst-Cuvee 2019 zugefügt. Das Ergebnis: durch den nussigen Geschmack hat dieser Mischsaft eine bis dahin nicht erreichte geschmackliche Harmonie. 

Aufwertung von  gemischten Apfelsäften durch die Sorte “Rheinischer Bohnapfel”

Apfelsorte Rheinischer Bohnapfel, © Rolf Meyer

Im Gegensatz zur Goldparmäne wird der Rheinische Bohnapfel hauptsächlich auch als Saftapfel genutzt. Man kann ihn sowohl zu sortenreinem Saft vermosten oder auch zu Mischungen hinzufügen. Das Besondere an ihm ist seine mild-herb-bittere Note, die jeden Saft geschmacklich verbessern kann. 

Aufwertung von Apfelsaft-Cuvees durch die Sorte “Boskoop”

Boskoop, © UK National Fruit Collection

Einem Cuvee ohne besondere Würze und Säure (z.B. aus Sorten wie Eiserapfel, Krügers Dickstiel, Pinova, Alkmene  oder auch aus nicht sonnengereiften Früchten) kann die Apfelsorte “Boskoop” geschmackliche Tiefe verleihen. Diese Sorte zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an Süße, Säure, Adstringentien (Gerbstoffe) und weiniger Würze aus.

 

Es gibt kaum Informationen über dieses Thema “reinsortiger Apfelsaft”

Ich habe verschiedene robuste und auch weniger robuste Apfelsorten aus dem Streuobst-Sortengarten Remscheid jeweils zu sortenreinen Apfelsäften pressen und diese dann verkosten lassen. Die unten stehende Auswahl ist nicht sehr groß. Sicherlich gibt es auch andere geeignete Sorten, aber darüber findet man kaum Informationen. Das einzigen Informationen in dieser Hinsicht bietet eine wissenschaftliche Untersuchung aus der Schweiz, die Polyphenol-, Säure- und Zuckergehalte bei verschiedenen Streuobstsorten untersucht und bewertet hat. Diese Ergebnisse helfen aber kaum weiter, weil wir eher subjektive Eindrücke benötigen.

Eigene Anbau- und Verkostungsergebnisse

Folgende Apfelsorten ergeben – laut unseren Verkostungsergebnissen – gut schmeckende sortenreine Apfelsäfte. Sie weisen – mit zwei Ausnahmen – alle für hochwertige Saftsorten notwendigen Kriterien auf. (Siehe auch Blogbeitrag: https://bergischer-streuobstwiesenverein.de/kriterien-zur-beurteilung-von-apfelsorten-fuer-die-saftherstellung/)

Eine Ausnahme stellen die Sorten “Zuccalmaglio” und “Gravensteiner” dar: ihnen fehlt es an Robustheit, es sind schwierige Sorten mit hohem Pflegeaufwand. Das machen sie aber durch ihre geschmackliche und aromatische Tiefe wett.

Zabergäurenette

  • Ausgeprägte sortenspezifische Würze, ähnlich wie Boskoop, nur noch mehr Würze und Süße.
  • Saft hat nach einem Jahr Lagerung die Geschmacksnote von Rhabarber. 
  • Kein Vorerntefruchtfall, Früchte sind windfest am Baum.
  • Robust, wenig krankheitsanfällig.
  • Wechsel zwischen Jahren mit mehr und Jahren mit weniger Ertrag.

Rheinischer Bohnapfel

  • Saft hat einen leicht bitteren und gerbstoffhaltigen Geschmack, sehr spezifisch. Der “trockene” unter den Apfelsäften.
  • Kein Vorerntefruchtfall, Früchte sind windfest am Baum.
  • Robust, wenig krankheitsanfällig.
  • Ertrag etwas alternierend.

Gewürzluiken

  • Ausgeglichene Würze mit einer etwas birnenähnlichen (gerbstoffhaltigen) Note.
  • Saft schmeckt leicht und frisch, sehr ausgewogen. Hat bei einer Saftverkostung den zweiten Platz belegt.
  • Kein Vorerntefruchtfall, Früchte sind windfest am Baum.
  • Robust, kaum krankheitsanfällig.
  • Jährlich regelmäßiger Ertrag.

Prinz Albrecht von Preußen

  • Rosenartige, frische Würze.
  • Saft hat anfangs eine Note von Rhabarber, die sich mit zunehmender Lagerung verliert. Aroma dann leicht und unaufdringlich.
  • Eigentlich ein Massenträger, aber gut für einen sortenreinen Saft geeignet.
  • Geringer Vorerntefruchtfall.
  • Robust, relativ wenig krankheitsanfällig.
  • Regelmäßiger, jährlicher Ertrag.
  • Nachteilig ist der hohe Pflegeaufwand:
  • Früchte sollten vereinzelt werden, um Fruchtfäule durch zu engem Behang vorzubeugen,
  • es sind regelmäßige Schnittmaßnahmen notwendig, um der durch die enorme Fruchtbarkeit bedingte Neigung zur Erschöpfung und Vergreisung entgegenzuwirken.

Kardinal Bea

  • Würze leicht lakritzartig.
  • Relativ säurearmer Saft, vollmundig, auch bei Kindern sehr beliebt.
  • Kein Vorerntefruchtfall, windfest.
  • Schwacher Wuchs.
  • Jährlich regelmäßiger, aber geringer Ertrag.
  • Sehr robuste Sorte, wenig krankheitsanfällig.

Ananasrenette

  • Ansammlung von Südfrüchte-Aromen, die an Ananas, Banane und Mango erinnern.
  • Saft hat eine große geschmackliche Tiefe. Sollte nicht zu reif geerntet werden, damit der Säuregehalt noch hoch genug ist.
  • Geringer Vorerntefruchtfall.
  • Nachteile:
  • stark krebsanfällig in verdichteten und feuchten Böden.
  • Relativ hoher Pflegeaufwand: die Früchte sollten vereinzelt werden, sonst bleiben sie klein und sind qualitativ nicht ausreichend.

Zuccalmagliorenette

  • Ausgeprägte sortenspezifische Würze.
  • Saft schmeckt quittenähnlich mit etwas zitroniger Säure und passender Süße. 
  • Kein Vorerntefruchtfall, Früchte sind windfest am Baum.
  • Robust, wenig krankheitsanfällig.
  • Nachteile:
  • Neigung zur Schwachwüchsigkeit, geringer Ertrag,
  • benötigt relativ warmen Standort und aufwendige Pflege.
  • “Schwierige” Sorte.

Gravensteiner

  • Ausgeprägte sortenspezifische Würze.
  • Saft hat Aroma nach frisch gemähter Wiese. Wunderbar ausgewogener Geschmack. 
  • Starker Vorerntefruchtfall.
  • Starkes Wachstum, aber krankheitsanfällig.
  • Jährlich unregelmäßiger, alternierender Ertrag.
  • Benötigt spezielles, feuchteres Klima und einen hohen Pflegeaufwand.
  • “Schwierige” Sorte.

Dem sortenreinen Apfelsaft gehört die Zukunft

Wie beim Wein: steigendes Qualitätsbewusstsein auch bei Obstsäften

In heutigen Zeiten bemerkt man ein steigendes Qualitätsbewusstsein bei der Herstellung der Streuobstsäfte. Produzenten wie VAN NAHMEN und andere bieten mittlerweile sortenreine Säfte in einer guten Qualität an. Andere, kleinere Produzenten werden folgen. Der Markt an hochqualitativen Säften aus extensiven Streuobstkulturen entwickelt sich ähnlich wie beim Wein!  Wer glaubt, verschiedene Apfelsorten bieten nicht genügend Bandbreite an Aromen, der irrt. 

Auswahlkriterien für geeignete Apfelsorten

Wenn Landwirte und andere am extensiven Obstanbau Interessierte die Anlage einer Streuobstwiese für die Herstellung sortenreiner Säfte planen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Sorten Sie anpflanzen wollen. Aber nach welchen Kriterien wählt man aus?

Auswahlkriterium “Ernteverhalten”

Meiner Ansicht nach ist es vorteilhaft, Sorten zu bevorzugen, 

  • die keinen oder nur wenig Vorerntefruchtfall haben und deren Früchte windfest am Baum hängen
  • und die zu einem bestimmten Zeitpunkt reif werden, also keinen folgernden Reifezeitpunkt haben (wie z.B. Alkmene, deren Reifezeitpunkt sich am Baum über Wochen erstreckt). Die Sorten sollen jeweils zu einem Zeitpunkt vollständig abgeerntet werden können.

Auswahlkriterium “Geschmackliche Tiefe”

Die wichtigsten Kriterien für einen guten Geschmack sind

  • Säure,
  • Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen,
  • Süße
  • und spezielle, sortenspezifische Würzung.

Bevor man sich also für den Anbau vieler Bäume einer speziellen Apfelsorte entscheidet, sollte man sie vorher selbst probiert und zu Apfelsaft verarbeitet  haben. 

Auswahlkriterium “Angepasster Standort”

Die beste Pflege ist nutzlos, und die Bäume können nicht gedeihen, wenn die Sorten nicht an den Standort angepasst sind. Wichtige Standortfaktoren für die Sortenauswahl sind:

  • allgemeine klimatische Bedingungen (Höhenlage (Meter), jährliche Regenmenge, jährliche Durchschnittstemperatur, Wind),
  • Standort bedingte klimatische Bedingungen (Ausrichtung der Wiese, Waldnähe, Besonnung, Berg- oder Tallage),
  • Bodenbedingungen: (tonig, lehmig, sandig, humos, verdichtet, mergelig)

Auswahlkriterium “Robustheit”

Viele geschmacklich interessante Sorten gelten als krankheitsanfällig und/oder als pflegeaufwändig (z.B. Gravensteiner, Goldparmäne, Zuccalmaglio). Ein Anbau lohnt sich nur für denjenigen, der für die Herstellung geschmacklich herausragender Säfte bereit ist, ein erhebliches Mehr an Arbeit zu investieren. 

von Hans Joachim Bannier

Immer wieder einmal begegnet uns die Frage, was denn der Unterschied sei zwischen Pflaumen, Zwetschgen und Reneclauden. Andere sind sich sicher, dass Reneclauden immer grün seien, Pflaumen immer rot und Zwetschgen immer blau.

Prunus domestica!

Die Wahrheit ist: Botanisch sind Pflaumen, Zwetschgen und Reneclauden und Mirabellen dieselbe Baumart, nämlich Prunus domestica und sind untereinander jederzeit kreuzbar. Auch können sie alle auf ein- und denselben Baum aufveredelt werden. Letztlich sind alle diese Bezeichnungen nur Bezeichnungen für die verschiedenen Sorten einer einzigen Baumart.

Zwetschge (Zwetsche), Pflaume?

Zwar stimmt es, dass im deutschen Sprachraum das Wort Zwetschge (oder Zwetsche, je nach Region) tendenziell eher für die länglichen blauen Früchte verwendet wird und das Wort Pflaume tendenziell eher für die dickeren rundlicheren Früchte. Aber letztlich ist die Benennung der einzelnen Sorten immer im Belieben derjenigen gewesen, die die Sorten entweder als Zufallssämlinge gefunden (und dann vermehrt) haben oder sie gezielt gezüchtet haben.

Reneclauden (Renekloden)?

Und was hat es mit den Reneclauden auf sich?

Rene-Claude, zu deutsch ‘Königin Claudia’: diesen Namen gab man einer Pflaumensorte zu Ehren der ersten Gemahlin Franz’ I. von Frankreich (1499–1524). Edle Früchte waren damals noch etwas ganz Besonderes, und den Herrschenden gereichte es zur Ehre, wenn eine Obstsorten nach ihnen benannt wurde (man denke nur an die deutsche Apfelsorte ‘Kaiser Wilhelm’).

Inzwischen ist aus der Sorte Reine Claude ein Begriff geworden, und gibt es nicht nur “die eine” Rene-Claude, sondern zahlreiche Reneclaudensorten: die bekanntesten bei uns sind  Große Grüne Reneclaude, Althans Reneclaude und Oullins Reneclaude. Die letztere – gelbfarbig – kann man wiederum von der gelben Ontariopflaume ebenso schwer unterscheiden wie die (blaurötliche) Althans Reneclaude von ähnlich aussehenden Pflaumensorten.

Und ob ein Züchter seine (als Zufallssämling gefundene oder durch aktive Kreuzungszüchtung gewonnene) neue Sorte nun ‘Pflaume’, ‘Zwetschge’ oder ‘Reneclaude’ genannt hat, hatte wohl mehr zu tun mit Traditionsbewusstsein oder Eitelkeit des Finders bzw. Züchters als mit botanisch eindeutigen Zuordnungen.

So haben wir heute blaue, rote und gelbe Zwetschgen (z.B. Feys Gelbe Hauszwetschge), blaue, rote und gelbe Pflaumen, blaurote, gelbe und grüne Reneclauden etc.

Mirabellen?

Und wer denkt, dass die kleinen rundlichen Früchte immer ‘Mirabellen’ heißen müssen, hat sich auch getäuscht: So sind z.B. die Früchte der (blauen) ‘Rivers Frühen Zwetschge’ oder die Früchte der frühreifenden blauen ‘Erntepflaume’ in Wirklichkeit nicht größer als unsere gängigen Mirabellen!

Spillinge?

Um die Verwirrung noch komplett zu machen: Zu alledem gab es – heute nur noch in bestimmten Regionen Deutschlands bekannt – auch noch Spillinge (meist gelb, länglich) und dann noch die verschiedenen, auch heute noch vorkommenden Wildpflaumen, die sich untereinander noch einmal in verschiedene Typen aufteilen:

  • von den blauen Kriechelpflaumen (westfälisch: Kraiken),
  • über die Zibarten,
  • bis zu den – noch sehr häufigen – Kirschpflaumen (Myrobalanen), welche meist gelb oder rot fruchten und von Laien gern mit Mirabellen verwechselt werden (sie unterscheiden sich aber durch ihre saure Fruchtschale, außerdem blüht der Baum deutlich früher als andere Wild- oder Kulturpflaumen).
  • Und schließlich noch die Schlehe: auch die ist mit der Pflaume botanisch ganz eng verwandt und könnte theretisch mit dieser gekreuzt werden (nur dass die Schlehe meist eher blüht als unsere Pflaumen).

Damaszenerpflaume?

In der alten Literatur (und in den Balkanländern auch noch heute) begegnet man den Damaszenerpflaumen, und auch das ist keine botanisch verschiedene Art, sondern deutet lediglich darauf hin, dass man früher davon ausging, dass die Pflaume einst aus Kleinasien stammte, aus Damaskus!

Die neuen Sorten: groß und relativ geschmacklos

Von der Pflaumensorten-Vielfalt früherer Zeiten können wir heute nur noch träumen, denn der Großhandel bietet sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr an. Warum? Weil Pflaumen von Natur aus nicht wochenlang halten, sondern – manche Sorten schneller, manche langsamer – mit zunehmender Reife weicher werden und oft dann, wenn sie am aromatischsten schmecken, für Transport und Lagerung im warmen Laden schon zu weich und empfindlich sind.

Also pflücken die Obstbauern ihre Pflaumen meistens halbreif, damit sie die Transport- und Lagerwege optisch schadlos überstehen – leider nur unter Verlust ihrer Geschmacksqualität. Und die Züchter sind inzwischen seit mehreren Jahrzehnten “großhandelstaugliche” Pflaumen bzw. Zwetschgensorten zu züchten, was in freier Übersetzung heißt: Die Früchte müssen groß und schön sein, fest sein, nicht druckempfindlich und wochenlang haltbar – schließlich will der Handel nicht nur im Herbst, sondern am besten ganzjährig Pflaumen anbieten und so kauft er die Früchte eben im Frühjahr aus Argentinien, Südafrika oder Australien ein.

Das haben die Züchter nun auch schon wirklich fast perfekt hinbekommen. Nur: Schmecken tun diese manchmal riesigen Früchte, die da ganzjährig im Regal liegen, meist nicht mehr. Allenfalls wenn die gute alte Hauszwetschge Ende August bis Mitte September mal noch den Weg ins Supermarkt-Regal findet, kann man hoffen, dass diese von den Obstbauern nicht zu früh gerupft wurden und einen guten Kuchen abgeben.

von Hans Joachim Bannier

Der optimale Ort für die Lagerung von Äpfeln ist eine Erdmiete (Erdlager, Erdkeller)

Ein Erdlager kann sich jeder Gartenbesitzer selbst bauen: Man gräbt ein mindestens 80cm tiefes Loch, kleidet die Seitenwände mit Blechen aus (gegen Mäuse) und versieht die Erdmiete mit einem (auf der Unterseite mit Isoliermaterial versehenen) Deckel. Auch die oberen 30cm der Seitenwände werden von innen mit einem Isoliermaterial (z.B. Styropor) versehen, damit die Erdmiete gegen Fröste geschützt ist (Der Boden gefriert bei uns in der Regel nicht tiefer als 30cm). Den Boden des Obstlagers kann man einfach erd-offen lassen, was für die richtige (hohe) Luftfeuchtigkeit sorgt (und die Mäuse graben sich i.d.R. nicht tiefer als 80cm).
In der Gegend, in der ich aufgewachsen bin (Göttingen/Südniedersachsen), liegen manche Dörfer in steilen Hanglagen. Dort haben die Leute teils große begehbare Erdkeller auch in den Hang gegraben oder Höhlen in den Sandsteinfels gehauen. So hatte man optimale Lagerräume für Obst und Gemüse – ohne Stromverbrauch!

Lang haltbare Tafelapfel-Sorten

Genauso wichtig wie ein gutes (Natur-) Obstlager sind auch Apfelsorten, deren Früchte man bis zum nächsten Frühjahr lagern kann. Hier ein paar empfehlenswerte Tafeläpfel:

  • Ontario,
  • Winterglockenapfel,
  • Melrose,
  • Undine,
  • Pilot,
  • Brettacher.

Lang haltbare Wirtschaftsapfel-Sorten

Neben den hier vorgestellten Tafelapfelsorten hat es früher im Anbau auch zahlreiche Wirtschaftsäpfel gegeben, deren Früchte ebenfalls bis in den Juni/Juli halten, die aber immer schon als reine Wirtschaftsäpfel für die Küche galten und nicht als Tafelapfel für den Frischverzehr. Zu nennen wären hier z.B.

  • Roter Eiserapfel,
  • Grüner Stettiner,
  • Roter Stettiner,
  • Boikenapfel,
  • Hauxapfel,
  • Hilde und andere mehr.

WP_20150928_003Darf ich mich vorstellen:

ich bin der Prinz Albrecht von Preußen und produziere jahrein jahraus eine Menge Allergikeräpfel. In diesem Jahr habe ich aber über die tollen Tage so viele Blüten und Früchte angesetzt, dass ich jetzt furchtbar müde bin.

Die nächsten 2 Jahre muss ich zur Kur und mich schonen. Meine Leitäste werden wieder hochgebunden. Hin und wieder etwas Kraftsport durch Einkürzen der Leitastspitzen, auf dass meine Arme kräftiger werden. Ansonsten  ist in den nächsten beiden Jahren Schonung und Entfernung der Blüten angesagt.

 

Stressfrei gärtnern

Erdbeeren, rote Johannisbeeren und Kirschen sind wirklich gut schmeckende Früchte. Mit deren Anbau lassen sich allerdings nur schwerlich gute Erfahrungen machen. Die Vögel ernten meist schneller, und ich habe absolut keine Lust, meinen ganzen Garten mit Netzen zu schützen (nutzt eh nix, die Vögel finden immer einen Eingang). Das hier vorgestellte Obst wird von den tierischen Räubern kaum beachtet, da diese hauptsächlich auf die Farbe “rot” anspringen. Rote Äpfel werden von den Plagegeistern weitgehend verschont, da zu ihrem Reifezeitpunkt so viele andere Wildbeeren wachsen.

Den ganzen Sommer und Herbst Obst aus dem eignen Garten? So schwer ist das gar nicht zu erreichen. Sie sollten sich Pflanzen jeweils als Büsche besorgen, also keine Beerenhochstämme bzw. Stein- und Kernobsthalb- oder -hochstämme. Bei den Apfelbäumen werden mittelstark wachsende MM106-Unterlagen empfohlen. Diese Bäume werden nicht höher als 3,50 und sind leicht zu pflegen und zu beernten.

Die Reifezeit der einzelnen Sorten ist aufeinander abgestimmt. Durch Standort- bzw. Wettereinflüsse kann es hierbei allerdings zu Abweichungen kommen. Rechnen Sie mit einem Platzbedarf von rund 180 qm.

01-III

Schwarz=Erntezeitpunkt, grau=Lagerfähigkeit

Sortenauswahl

Alle verschiedenen Obstpflanzen wurden im Versuchsgarten in Remscheid-Reinshagen getestet. Sie sind geschmacklich hervorragend, robust gegenüber Klimaeinflüssen, Krankheiten und Schädlingen und weisen (mit Ausnahme der Goldparmäne) kaum Vorerntefruchtfall auf, bleiben also bis zur Ernte am Baum/Strauch und sind nicht windempfindlich.

Befruchtung der Obstpflanzen

Die Sortenauswahl wurde auf eine optimale gegenseitige Befruchtungsfähigkeit abgestimmt. Johannisbeeren sind selbstbefruchtend. Aber die Ernte kann durch die zusätzliche Befruchtung mit anderen Sorten noch erhöht werden. Mirabellen, Reneklauden und Pflaumen befruchten sich gegenseitig. Äpfel benötigen andere Befruchtersorten. Die Goldparmäne ist ein guter Befruchter für die anderen Sorten und sollte deshalb nicht fehlen.

Obstsortenliste

1995 gründete sich der so genannte „Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz in NRW“. Mitglieder sind Naturschutz- und Fachverbände, Baumschulverbände, Obstwiesenvereine sowie Fachbehörden einschließlich dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Aufgaben und Ziele des Koordinierungsausschusses

Die Hauptaufgaben des Korrdinierungsausschusses liegen

  • in der Abstimmung ihrer Aktivitäten für Obstwiesen
  • und im gemeinsamen Einsatz für die Erhaltung von Obstwiesen in Nordrhein-Westfalen.
  • Ein wichtiges Ziel ist die gezielte Förderung von alten und die Begründung neuer Obstwiesen nach den früher üblichen Anbaumethoden.

Der Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz empfiehlt folgende Obstsorten für hochstämmige Streuobstwiesen. Die Empfehlungen basieren auf Praxiserfahrungen im Streuobst, und Hartmut Brückner, Vorsitzender des Bergischen Streuobstwiesenvereins, hat an ihrer Erstellung mitgewirkt. Im Einzelfall können auch durchaus andere, robuste Sorten auf Hochstamm gepflanzt werden. Die Erfahrungswerte sind auch auf Halbstämme für Streuobst übertragbar.

Download der Sortenliste

nrw-sortenliste