Goldparmäne, © UK National Fruit Collection

Goldparmäne, Bild 2, © UK National Fruit Collection

Kurzbeschreibung
Reichtragender Tafelapfel, bei Kunden noch bekannt und beliebt. Frucht anfangs saftig, später mit typischem Nussaroma. Baum mittelstark wachsend, deutlich anfällig für Schorf, Obstbaumkrebs, Blattläuse. Nur für gut durchlüftete Standorte mit lockerem Boden.

Erntezeitpunkt
29.09.-12.10.

Verwendung ( ) = eingeschränkt
Tafelapfel

Anbaueignung ( ) = eingeschränkt
(Garten)

Lagermöglichkeit
3-4 Monate

Geschmack (1=sehr gut)
2

Wuchs:
In der Jugendphase mittelstark und steil, im Vollertragsstadium schwach

Krone:
Schmale, hochgewachsene Kronen, fruchten meist nur noch außen und oben

Aeste:
Steile Leitäste, Seitenäste typisch kurz, alle möglichst flach oder waagerecht anbinden. Äste verzweigen schwach

Schnitt:
Jährlicher Schnitt, kräftiges Verjüngen, ansonsten entstehen überbaute Kronen mit Vergreisung und minderwertigen Früchten

Fruchtholz:
Seitliche Kurztriebe am zweijährigem Langtrieb und achselständige Blüten am einjährigen Langtrieb

Windfest?
Vorerntefruchtfall 20 %

Ernte/Ertrag:
Früh, mäßig fruchtbar (obwohl selbst guter Befruchter), mäßig alternierend

Verkostungsergebnis (beste besondere Qualität = +++)
An guten Standorten (sonnig, nicht zu feucht): nussig-würziger und hervorragender Geschmack: besondere Qualität +++

Weitere Bemerkungen über die Apfelsorte Goldparmäne
Wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen, ist aber eigentlich eine schwierige Sorte wegen Krankheitsanfälligkeit. In feuchten Gebieten und in Waldnähe starke Schorfneigung. Braucht intensive Pflege und gute Duchlüftung und Belichtung. Eine Beimischung von Goldparmäne in einen Apfelsaftcuvee hebt dessen geschmackliche Qualität.

Ausführliche Beschreibung

Optisch können die Früchte mit ihrer sehr freundlichen, leicht orangerot gestreiften Färbung wirklich attraktiv sein, finde ich. Frisch geerntet fruchtig und saftig, bekommen die Früchte nach ein paar Wochen Lagerung einen typischen, etwas an Walnuss erinnernden Geschmack. Das finden manche besonders attraktiv, anderen ist die Sorte dann nicht mehr saftig genug. Haltbar sind die Früchte bis nach Weihnachten.

Zur Anpflanzung empfehlen wir die ‘Goldparmäne’ trotz ihres klangvollen Namens nicht mehr, denn der Baum ist auf schweren (lehmigen/tonigen) oder staunassen Böden deutlich anfällig für Obstbaumkrebs und an schlecht durchlüfteten Standorten auch stark anfällig für Schorfflecken und Blattläuse. Am Waldrand darf eine solche Sorte nie stehen! Wenn der Baum dagegen frei steht und optimal lockere Bodenbedingungen hat, dankt er das mit regelmäßigen und hohen Ernten.

Goldparmäne, Bild 3, wohlschmecken, reichtragend, aber empfindlich, © Rolf Meyer

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Quellenangaben:

  • Kurzbeschreibung – Geschmack: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
  • Wuchs – Weitere Bemerkungen: zusammengestellt aus eigenen praktischen Erfahrungen und (historischer) Fachliteratur: Autor und © Rolf Meyer
  • Ausführliche Beschreibung: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
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