Birnensorte Alexander Lucas, Bildquelle National Fruit Collection

Beschreibung
Die Sorte “Alexander Luca” wurde 1870 als Zufallssämling in einem Wald in Frankreich gefunden. Sie ist sehr robust, kann bis in mittlere Höhenlagen angebaut werden. Sandiger Lehm- oder lehmiger Sandboden sagen dieser Sorte mehr zu als schwere, tonige Böden. Hinsichtlich des Klimas ist sie auch nicht anspruchsvoll und gedeiht auch in rauen Lagen, die allerdings windgeschützt sein sollten. Der Ertrag ist früh einsetzend, regelmäßig und hoch. Da die breiten und großen Früchte frühzeitig zum Fruchtfall neigen, ist es ratsam, sie kurz vor der eigentlichen Pflückreife zu ernten, um Ertragsverluste zu vermeiden. Eine zu frühe Ernte wirkt sich allerdings auf die spätere Fruchtqualität aus: sie wird dann nach der Lagerung nicht schmelzend.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
(S, auf feuchtkalten Böden), auf kalkhaltigen Böden kann Chlorose auftreten

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
(keine besonderen)

Ansprüche an die Höhenlage:
Anbau bis in windgeschützte, Mittelgebirgslagen

Baumreife  (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (E) – Oktober (A)

Genuss-, Verbrauchsreife  (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober – Januar (A)

Lagerfähigkeit:
3 Monate, im Kühllager bis zu 6 Monate

Verwendung:
Tafelbirne

Wuchsstärke/Anbaueignung:
Mittelstarker Wuchs / Garten, Streuobstwiese

Geschmack, Aroma:
Saftig, halbschmelzend, mildsüß, schwachsäuerlich, schwacharomatisch.

Quellen:
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess

Resümee:
Alexander Lucas ist eine wohlschmeckende Winterbirne, die wegen ihres Geschmacks, der problemlosen Lagerfähigkeit und den relativ geringen Standortansprüchen zum Anbau empfohlen werden kann.