Birnensorte Vereinsdechantsbirne, Bildquelle Lauche 1883

Birnensorte Vereinsdechantbirne, Bildquelle wikipedia (Rasbak)

 

Beschreibung
Bevorzugt wärmere, birnengerechte Böden, in Mittelgebirgslagen Anbau am Wandspalier. Gute Widerstandsfähigkeit gegen Schorf. Ertrag erst spät einsetzend, später dann mittelhoch mit Alternanzneigung. Früchte sind windfest. Ernte so spät wie möglich, nur dann werden die volle Fruchtgröße und der beste Geschmack erreicht.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
Bf

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen (350 m) empfohlen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (M) – November (A)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
November

Lagerfähigkeit
1 Monat, kaum welkend

Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen

Wuchsstärke/Anbaueignung
Mittelstarker Wuchs / Garten, Spalier, Streuobstwiese

Geschmack, Aroma
Feinzellig, dicht, vollschmelzend, überfließend von Saft, kräftig süß, kaum säuerlich, delikat gewürzt, großer Wohlgeschmack.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess, Koord

Resümee
Die Vereinsdechantsbirne gilt geschmacklich als die edelste November-Tafelbirne. Sie ist schorfunempfindlich, hat aber höhere Wärmeansprüche. Nachteilig sind der spät einsetzende und alternierende Ertrag. Die Sorte ist auch in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.