Birnensorte Winterdechantsbirne, Bildquelle Löschnig

 

Beschreibung
Der Anbau der Winterdechantsbirne ist nur an sehr warmen und freie Standorten (hohe Schorfanfälligkeit) sowie in warmen, birnengerechten Böden lohnenswert. Äußerst frostanfällig. Früh einsetzender, hoher und regelmäßiger Ertrag; Ausdünnen, um größere und bessere Früchte zu erhalten. Früchte sind am Baum windfest, Ernte so spät wie möglich.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S, Hf, Bf

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
sehr hoch

Ansprüche an die Höhenlage
Bevorzugt tiefe Anbaulagen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (E) – November (A)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Dezember (E) – März

Lagerfähigkeit
3 – 5 Monate

Verwendung
Tafelbirne

Wuchsstärke/Anbaueignung
Mittelstarker Wuchs / Garten, Spalier

Geschmack, Aroma
Saftig, süßweinig, fein muskatartig, aber nur an geeigneten Standorten. An ungeeigneten Standorten hat sie kaum die Qualität einer Kochbirne.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess

Resümee
Die Winterdechantsbirne ist an geeigneten Standorten eine der edelsten Winter-Tafelbirnen. Sie stellt an Anbaulage und Boden hohe Ansprüche. Überlegenswert ist ein Spalieranbau.