Beschreibung
Diese Sorte ist vielseitig anbaubar und eignet sich auch für Höhenlagen über 400 Meter. Sie zeichnet sich durch eine hohe Robustheit gegenüber Frost und Schorf aus, zeigt jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Feuerbrand. Der Ertrag ist in der Regel hoch bis sehr hoch, weshalb bei Gartenbäumen und Spalieren eine gezielte Ausdünnung empfohlen wird, um die Fruchtqualität zu optimieren. Der Fruchtbehang ist äußerst windfest. Für das beste Aroma sollte die Ernte nicht zu früh erfolgen.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
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Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen
Ansprüche an die Höhenlage
Anbau auch in Gebirgslagen über 400 m empfohlen
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (A)
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September – Oktober (A)
Lagerfähigkeit
Zum Sofortverbrauch
Verwendung
Tafelbirne, Saft, Dörrobst, Kompott
Wuchsstärke/Anbaueignung
Starker Wuchs, bildet große und langlebige Kronen. Lässt sich aber auch gut auf mittelstark wachsender Unterlage veredeln, wächst dann buschig und bis 4,5 m hoch. / Spalier, Garten, Streuobstwiese
Geschmack, Aroma
Süße mit deutlicher Säure, muskatartig gewürzt.
Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess, Koord
Resümee
Die Doppelte Philippsbirne ist eine empfehlenswerte Sorte für den Hausgarten und überzeugt sie mit einem zufriedenstellenden Geschmack und einer großen Robustheit hinsichtlich Klima, Boden und Krankheiten. Zudem wird sie in der offiziellen Vorschlagsliste für alte Streuobstsorten in Nordrhein-Westfalen geführt.