Beschreibung
Esperens Herrenbirne ist vielseitig anbaubar und eignet sich auch für mittlere Höhenlagen sowie windige und kühlere Standorte. Voraussetzung dafür sind jedoch nährstoffreiche und ausreichend feuchte Böden. Sie zeigt örtlich eine gewisse Anfälligkeit für Schorf. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und bleibt anschließend hoch und regelmäßig. Aufgrund der süßen Früchte kann eine Einnetzung sinnvoll sein, da Vögel sie gerne anpicken. Die Ernte sollte kurz vor oder mit der Baumreife erfolgen, jedoch nicht zu früh, um den vollen Geschmack zu gewährleisten. Eine folgernde Ernte ist möglich, da ein Teil der Früchte selbst im baumreifen Zustand noch windfest bleibt.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S, Hf, Bf
Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
(höher)
Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (E) – Oktober (A): folgernde Fruchtreife
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September – Oktober
Lagerfähigkeit
2 Wochen
Verwendung
Tafelbirne
Wuchsstärke/Anbaueignung
Wuchs mittelstark / Garten, Spalier, Streuobstwiese
Geschmack, Aroma
Mittelfest, schmelzend, saftig, kräftig edelsüß, süßweinig, köstlich aromatisch.
Quellen
Petzold
Resümee
Insgesamt zählt die – auch für windigere und kühlere Standorte geeignete – Esperens Herrenbirne zu den geschmacklich herausragenden Spitzensorten unter den Frühherbst-Tafelbirnen und ist auch für die Streuobstwiese geeignet.