Beschreibung
Die Sorte Frühe von Trévoux ist wenig anspruchsvoll und vielseitig anbaubar, selbst in Höhenlagen über 400 Metern. Sie wächst besonders gut auf lehmigen Böden und zeichnet sich durch ihre hohe Robustheit aus. Der Ertrag setzt ab dem 5. Standjahr ein und bleibt anschließend hoch und regelmäßig. Die Ernte sollte kurz vor der Baumreife erfolgen, da die Früchte bis zu diesem Zeitpunkt windfest sind.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S
Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen
Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
August (M) – September (A)
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
August (M) – September (A)
Lagerfähigkeit
1-2 Wochen, wird schnell mehlig
Verwendung
Tafelbirne, Kuchen, Saft
Wuchsstärke/Anbaueignung
Mittelstarker Wuchs, bildet relativ kleine Kronen / Streuobstwiese, Garten
Geschmack, Aroma
Nicht immer schmelzend, erfrischender Geschmack, fein süßsäuerlich, gut gewürzt.
Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess, Koord
Resümee
Als empfehlenswerte und widerstandsfähige Tafelbirne kombiniert die Frühe von Trevoux eine frühe Reife mit geringen Standortansprüchen und einer ausgeprägten Frosthärte. Aufgrund ihrer positiven Eigenschaften ist sie auch in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.