Birnensorte Gute Graue, Bildquelle: Lauche 1883

 

Beschreibung
Die Sorte Gute Graue ist vielseitig anbaubar und gedeiht auf nahezu allen Standorten, solange sie nicht zu trocken sind. Selbst in höheren Lagen hat sich ihr Anbau bewährt. Sie gilt als robust und zeigt nur eine geringe Anfälligkeit für Schorf. Der Ertrag setzt spät ein, nicht vor dem 10. Standjahr, erreicht dann aber ein so hohes Niveau, dass die Sorte als Massenträger gilt. Allerdings kann sie sich bei zu starkem Behang schnell erschöpfen, was zu einer Ertragsschwankung (Alternanz) in den Folgejahren führt. Geerntet werden sollte kurz vor der Baumreife, bis dahin bleiben die Früchte windfest.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
(S, im Jugendstadium), Hf

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau auch in Gebirgslagen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (A)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (A – M)

Lagerfähigkeit
Zum Sofortverbrauch

Verwendung
Tafelbirne, Konserve, Einkochen, Dörrobst, hartreif zur Saftverarbeitung

Wuchsstärke/Anbaueignung
Sehr starker Wuchs, wird sehr alt / größere Gärten (besonders in höheren Lagen), Streuobstwiese

Geschmack, Aroma
Saftig, schmelzend, kräftig harmonisch süßsäuerlich, edelaromatisch, köstlicher Wohlgeschmack.

Quellen
Petzold, Hartmann/Ruess, Koord

Resümee
Als edle und wertvolle Sommertafelbirne überzeugt die Gute Graue mit einem hervorragenden Geschmack und stellt gleichzeitig nur geringe Anforderungen an den Standort. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften ist sie auch in der offiziellen Vorschlagsliste für alte Streuobstsorten in Nordrhein-Westfalen enthalten.