Beschreibung
Die Sorte Jeanne d’Arc bevorzugt warme und geschützte Standorte, kann aber unter diesen Bedingungen auch noch bis in Höhenlagen von 400 Metern erfolgreich angebaut werden. Für nasse oder kalte Standorte ist sie hingegen nicht geeignet. Nur mäßig anfällig für Schorf. Der Ertrag setzt früh ein, bereits ab dem 4. Standjahr und bleibt anschließend mittelhoch und regelmäßig. Die Früchte hängen windfest am Baum. Geerntet werden sollte so spät wie möglich, jedoch noch vor den ersten Nachtfrösten. Reife Früchte sind besonders druckempfindlich.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S, Bf
Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher
Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen (bis 400 m)
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (E) – November (A)
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
November (E) – Januuar
Lagerfähigkeit
2 Monate
Verwendung
Tafelbirne
Wuchsstärke/Anbaueignung
Wuchs mittelstark / Garten, Südwandspalier, Streuobstwiese
Geschmack, Aroma
Sehr saftig, vollschmelzend, süß, mildsäuerlich, edelaromatisch, sehr wohlschmeckend.
Quellen
Petzold, Hartmann/Ruess
Resümee
Jeanne d’Arc zählt zu den erstklassigen, sehr spät reifenden Tafel- und Streuobstbirnen, allerdings mit hohen Standortansprüchen. Je wärmer die Anbaulage, desto besser entwickelt sich die Fruchtqualität.