Birnensorte Josephine von Mecheln, Bildquelle Lauche 1883

Birnensorte Josephine von Mecheln, Bildquelle: Hedrick 1912

 

Beschreibung
Diese Sorte benötigt nährstoffreiche, genügend warme und feuchte Böden. Örtlich anfällig für Fruchtschorf, stärker für Blattschorf. Ertrag mittelspät einsetzend, später wechseln sich hohe mit weniger hohen Ernteerträgen ab. Wenn die Früchte am Baum reifer werden, sollten sie wegen Vogelfraß besser mit Netzen abgedeckt werden. Früchte hängen noch bis Ende Oktober fest am Baum. Die Ernte sollte spät erfolgen, weil die Früchte bei zu früher Ernte im Lager schnell welken.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (E) – November (A)

Genuss-, Verbrauchsreife  (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Januar – März

Lagerfähigkeit
2 – 3 Monate

Verwendung
Tafelbirne

Wuchsstärke/Anbaueignung
Wuchs schwach / Spalier, Garten

Geschmack, Aroma
Sehr saftig, vollschmelzend, butterhaft, süß, kaum säuerlich, feinaromatisch zuckermelonenartig, dabei leicht herb.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess

Resümee
Josephine von Mecheln ist eine sehr späte, hochfeine Wintertafelbirne mit relativ hohen Standortansprüchen. Sie sollte nur auf schwach wachsenden Unterlagen bzw. an Wandspalieren gezogen werden, um b. B. ein Einnetzen zu vereinfachen.