Birnensorte Madame Favre, Bildquelle: Müller-Diemitz 1905

 

Beschreibung
Ist für alle klassischen „Birnenstandorte“ geeignet, also in warmen Lagen mit nährstoffreichen und ausreichend feuchten Böden, bis in Höhenlagen von 300 Metern. Madame Favre zeigt eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost und ist nur mäßig anfällig für Schorf. Ertrag früh einsetzend, später dann hoch und regelmäßig. Nicht windfest, deshalb Ernte vor der Baumreife. Bei zu später Ernte auch Geschmacksverluste.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
(Hf), Bf

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen (350 m) empfohlen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September (M)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September – Oktober (A)

Lagerfähigkeit
2-3 Wochen

Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen

Wuchsstärke/Anbaueignung
Mittelstarker bis starker Wuchs / Garten, Streuobstwiese, in höheren Lagen als Spalier

Geschmack, Aroma
Feinzellig, vollschmelzend, sehr saftig, süß mit feiner, teils auch herber Säure, reichlich und angenehm gewürzt. An ungeeigneten Standorten ist der Geschmack nicht so harmonisch.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess

Resümee
Madame Favre ist eine wenig schorfempfindliche Herbsttafelbirne mit höheren Standortansprüchen und guten bis befriedigendem Geschmack. Sie ist auch für den Anbau auf der Streuobstwiese geeignet.