Birnensorte Madame Verte´, Bildquelle: Nach der Arbeit
Birnensorte Madame Verte, Bildquelle Lauche 1883
Beschreibung
Bevorzugt für wärmere Anbaugebiete bis in mittlere Höhenlagen, verträgt keinen Anbau auf kalten, trockenen Böden. Nur mäßig anfällig für Schorf. Ertragsbeginn mittelfrüh, ab dem 5. – 7. Standjahr, später dann mittelhoch bis sehr hoch. An manchen Orten ohne erklärbare Ursache nur geringe Erträge. Ernte erst zur Baumreife, bis dahin windfest. Bei zu früher Ernte neigen die Früchte zum Welken und zur Fäulnis.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
(S), Hf, (Bf)
Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher
Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen (350 m) empfohlen
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (M – E)
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
November (E) – Januar (M)
Lagerfähigkeit
Birnen aus warmen Lagen: 1 Monat, sonst 2 – 3 Monate. Im Naturlager laufende Kontrolle notwendig: Früchte können außen noch fest, innen aber schon teigig sein. Im Kühllager bei 0 Grad C. 5 – 6 Monate.
Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen (Birne wird dabei süß und erhält eine rötliche Farbe).
Wuchsstärke/Anbaueignung
Der Baum wächst nur schwach bis mittelstark / Garten, Spalier
Geschmack, Aroma
Halbschmelzend bis schmelzend, saftig, saftig, süß und fein weinsäuerlich, zart bis kräftig aromatisch.
Quellen
Petzold, Hartmann/Ruess
Resümee
Madame Verte’ ist eine haltbare, wohlschmeckende, würzige Winterbirne für Gärten und Streuobstwiesen mit höheren Standortansprüchen. Ist In der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.