Birnensorte Marianne (Prinzessin Marianne), Bildquelle Petzold 1980

 

Beschreibung
Breit anbaufähig bis zu den Grenzlagen des Birnenanbaus an rauen Standorten. Für alle Böden geeignet. Nur geringe Schorfanfälligkeit. Ertrag früh einsetzend, später wechseln Vollernten mit mittelhohen ab.Ernte kurz vor der Baumreife, bis dahin windfest.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
_ _ _

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau auch in Gebirgslagen (über 350 m) empfohlen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September

Genuss-, Verbrauchsreife  (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September – Oktober (M)

Lagerfähigkeit
Je nach Standort 14 Tage, in Gebirgslagen 3 – 4 Wochen. Unbedingt frei lagern, nicht einkellern

Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen, hartreif zur Saftverarbeitung

Wuchsstärke/Anbaueignung
Wuchs anfangs stark, später mittelstark / Garten, Streuobstwiese

Geschmack, Aroma
Saftig, halbschmelzend, süßsäuerlich, schwach bis zart aromatisch

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess, Koord

Resümee
Prinzessin Marianne ist eine ertragreiche, robuste und Tafelbirnensorte mit befriedigender Geschmackqualität, deren Anbau sich besonders in Hochlagen bewährt hat. Ist in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.