Birnensorte Metzer Bratbirne, Bildquelle Löschnig

 

Beschreibung
Die Metzer Bratbirne wurde erstmals 1936 erwähnt. Diese Mostbirnensorte eignet sich auch für Anbau in rauen Gebirgslagen und auf weniger hochwertigen Böden. Sie ist sehr frosthart und sehr widerstandsfähig gegen Schorf und andere Krankheiten sowie gegen Schädlingsbefall. Der Ertrag ist sehr hoch und regelmäßig. Die Metzer Bratbirne sollte vor der Verarbeitung noch einige Wochen gelagert werden. Im Jahre 2023 bestätigten pomologische Untersuchungen, dass die Sorte identisch mit der Grünen Jagdbirne ist.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
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Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen

Ansprüche an die Höhenlage
Gering, sie kann von den wärmsten Standorten im Weinbauklima bis zu rauen Höhenlagen (in Süddeutschland bis 700 m) angebaut werden.

Schüttelreife (Baumreife) (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (M – E)

Verwertungsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Nach etwa dreiwöchiger Lagerung zum Nachreifen von November (M) bis Januar

Verwendung
Mostbirne, auch geeignet für Beimischung zum Apfelsaft

Wuchsstärke/Anbaueignung
Wuchs mittelstark / Streuobstwiese

Geschmack, Aroma
Sehr saftig, sehr herb.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess

Resümee
Die Metzer Bratbirne ist eine wertvolle, robuste Mostbirnen, spät reifend, reich tragend und mit hohem Gerbstoffgehalt. Die Anforderungen an Standort und Bodenqualität sind gering. Sie zählt zu den anspruchslosesten Birnensorten.