Beschreibung
Die Nordhäuser Winterforelle benötigt warme, humose, nährstoffreiche und ausreichend feuchte Böden sowie offene, warme Lagen, die Schorfbefall nicht begünstigen. Trockene und kalte Böden, windige Standorte sowie Höhenlagen sind für den Anbau ungeeignet. Der Ertrag setzt früh bis mittelfrüh ein und bleibt später mittelhoch und regelmäßig. Die Ernte sollte möglichst spät erfolgen, allerdings können späte Nebeltage und -nächte im Oktober zu einem plötzlichen, schockartigen Fruchtfall führen. Daher sollte beim ersten Anzeichen dafür sofort geerntet werden, um Verluste zu vermeiden.
Anfälligkeit (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S, Hf, Bf
Wärmeansprüche (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher
Ansprüche an die Höhenlage
verträgt keine Höhenlagen
Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
ab Oktober (A)
Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Januar – März
Lagerfähigkeit
4 – 5 Monate, im Kühllager 6 – 7 Monate
Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen, hartreif für Saft
Wuchsstärke/Anbaueignung
Mittelstarker Wuchs / für kleinwüchsige Baumformen, die eine schnelle Ernte garantieren
Geschmack, Aroma
Saftig, halbschmelzend (an nicht geeignete Standorten hart), mäßig süß, kaum säuerlich, als Winterbirne nach Lagerung aber wohlschmeckend.
Quellen
Petzold, Hartmann/Ruess
Resümee
Die Nordhäuser Winterforelle ist eine der am längsten lagerbaren, wohlschmeckenden Winter-Tafelbirnen. Sie stellt höhere Anforderungen an den Standort und sollte wegen der Anfälligkeit für plötzlichen Fruchtfall nur auf Bäumen mit kleinen Kronen gespflanzt werden.