Birnensorte Pastorenbirne, Bildquelle wikipedia (manfred sause)

 

Beschreibung
Die Pastorenbirne bevorzugt warme, genügend feuchte Böden in tieferen Anbaulagen. Die Sorte gilt als relativ schorfanfällig. Ertrag mittelfrüh einsetzend, danach sehr hoch, gilt als Massenträger. Ernte kurz vor der Baumreife, bis dahin windfest. Baumreife Früchte stark fallend. Nur in warmen Lagen bzw. Jahren erreichen die Früchte auch Tafelbirnenqualität.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
S, Hf, (B)f

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
höher

Ansprüche an die Höhenlage
bevorzugt tiefe Anbaulagen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Oktober (A)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Dezember – Februar

Lagerfähigkeit
3 – 4 Monate, eignet sich für Kellerlagerung besser als für Kühllagerung

Verwendung
Tafelbirne (von wärmeren Standorten), Kompott, Einkochen, Dörrobst, hartreif für Saft.

Wuchsstärke/Anbaueignung
Starker Wuchs / Streuobstwiese, Garten, Spalier

Geschmack, Aroma
An guten Standorten/in guten Jahren saftig, halbschmelzend, schwach süß mit feiner, aber kräftiger Säure. Schwach, aber sortentypisch aromatisch.

Quellen
Petzold, Kessler, Hartmann/Ruess, Koord

Resümee
Die Pastorenbirne ist eine Wintersorte, die hauptsächlich für den Streuobstanbau genutzt wird und wärmere Böden in tiefen Anbaulagen bevorzugt. Sie ist in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.