Birnensorte Robert de Neufville, Bildquelle Petzold 1980

 

Beschreibung
Die Sorte Robert de Neufville ist eine selten gewordene Tafelbirne mit Ursprung in Geisenheim. Sie ist breit anbaufähig und gedeiht an Standorten mit klassischen Birnenböden – also nährstoffreich, ausreichend feucht und nicht zu kalt. Dank ihrer geringen Anfälligkeit für Schorf, Blüten- und Holzfrostgilt sie als robuste Sorte. Ihr Ertrag setzt sehr früh ein und bleibt später hoch und regelmäßig. Die Früchte sind bis kurz vor der Baumreife windfest, weshalb die Ernte auch in diesem Zeitraum erfolgen sollte.

Anfälligkeit  (S=Schorf, Hf=Holzfrost, Bf=Blütenfrost, Fett=sehr anfällig, ()=weniger anfällig)
(Hf), (Bf)

Wärmeansprüche  (keine besonderen, höher, sehr hoch)
keine besonderen

Ansprüche an die Höhenlage
Anbau bis in Mittelgebirgslagen (350 m) empfohlen

Baumreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
Auguste (E) – September (A)

Genuss-, Verbrauchsreife (A=Anfang, M=Mitte, E=Ende)
September

Lagerfähigkeit
1 – 2 Wochen

Verwendung
Tafelbirne, Kompott, Einkochen

Wuchsstärke/Anbaueignung
Schwacher Wuchs / Garten, Spalier

Geschmack, Aroma
Mittelfest bis weich, sehr saftig, schmelzend, zerfließend, süß und kaum säuerlich, schwaches muskatartiges Gewürz.

Quellen
Petzold

Resümee
Robert de Neufville ist eine empfehlenswerte wohlschmeckende September-Tafelbirne für den Anbau im Garten und am Wandspalier. Sie gilt als widerstandsfähig gegenüber Schorf sowie Holz- und Blütenfrost und stellt hinsichtlich der Wärme keine erhöhten Ansprüche an den Standort.