Damason Renette (s.a. Graue Französische Renette)

Damason Renette, Bildquelle: UK National Fruit Collection
Beschreibung der Apfelsorte Damason Renette
Alte Sorte mit kartoffelartig graubraun berosteten Früchten. Wirtschaftsapfel bzw. säuerlicher Tafelapfel. Baum mittelstark bis stark wachsend, robust gegenüber Krankheiten. Anm.: Diverse in Deutschland existierende Referenzen der Sorten ‚Damason Renette‘ und ‚Graue Französische Renette‘ haben sich bei einem molekulargenetischen Test als identisch erwiesen. Die Frage der Sortenidentität oder -diversität beider historisch beschriebener Sorten ist damit vorerst offen.
Erntezeitpunkt
10.10.-24.10.
Verwendung ( ) = eingeschränkt
Tafelapfel/Wirtschaftsapfel
Anbaueignung ( ) = eingeschränkt
Streuobstwiese
Lagermöglichkeit
4-5 Monate
Geschmack (1=sehr gut)
3+
Charakteristische Leitmerkmale
- Mittelgroße, kugelige, an beiden Polen deutlich abgeflachte Frucht.
- Sehr starke, derbe, zimtfarbene Berostung, die gewöhnlich den größten Teil der Frucht bedeckt; darunter bzw. dazwischen kann rote, teilweise streifige Deckfarbe hindurchscheinen.
- Geschlossener Kelch; Kelchgrube mitteltief bis tief. Große trichterförmige Kelchhöhle.
- Eher trockenes Fleisch mit kräftiger Säure und Würzung.
- Grünbraune Stiel mit Verdickung, tief versenkt. Dieses Detail kann bei einer passenden Frucht sehr hilfreich sein.
Verwechslersorten
- Graue Französische Renette: wahrscheinlich identische Sorte.
- Coulons Renette: Coulons ist meist weniger sauer, saftiger und besitzt ein deutlich stielnahes Kernhaus; Damason wirkt stärker derb zimtfarben berostet und trockener.
- Boskoop: meist größer, stärker unregelmäßig und mit gröberem, saftigerem Fleisch; das Kernhaus wird klassisch eher kelchnah angegeben.
- Zabergäurenette: gewöhnlich größere Frucht und oft charakteristische Roststerne. Parkers Pepping: kleiner und oft mit dünnem Stiel sowie besser entwickelten Samen. Graue Herbstrenette: frühere Genussreife und weniger lange Haltbarkeit.
- Muskatrenette: ebenfalls stark berostet, aber kleiner, mit deutlichem Muskatgeschmack, engem Stielbereich und kleineren, gut ausgebildeten Samen.
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Quellenangaben: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
Informationen zu Sortenmerkmalen, Verwechslersorten sowie zu Pflege- und Erntehinweisen: zusammengestellt aus (historischer) pomologischer Fachliteratur, pomologischen Veröffentlichungen im Internet und zum geringen Teil aus eigenen Erfahrungen. Autor und © Rolf Meyer. Die Recherchequellen werden hier aufgeführt.
