Akane, Bildquelle: UK National Fruit Collection

Beschreibung der Apfelsorte Akane

Die Apfelsorte Akane ist eine moderne Züchtung, u.a. aus Jonathan. Farblich ansprechende Frühsorte mit kleiner Frucht. Baum sehr schwach wachsend, stark anfällig für Mehltau, etwas anfällig für Schorf. Sie eignet sich nur für gut besonnte Standorte in kühlen Regionen, ansonsten nur für Intensivanbau mit Wässerung/Düngung und Pflanzenschutz.

Erntezeitpunkt
27.08.-10.09.

Verwendung ( ) = eingeschränkt
Tafelapfel

Anbaueignung ( ) = eingeschränkt

Diese Sorte kann weder für den Garten- noch für den Streuobstanbau empfohlen werden.

Lagermöglichkeit
4-5 Wochen

Geschmack (1=sehr gut)
2-

————–  Hinzufügungen


Charakteristische Leitmerkmale

  • Flach gebaute Fruchtform mit breiten, flachen Seitenrippen.
  • Sehr ausgedehnte dunkelrote Deckfarbe, meist etwa 80–100 % der Oberfläche.
  • Deutlich rissig bzw. strahlig berostete Stielgrube.

Weitere Merkmale

  • Lentizellen: Kleine, helle Lentizellen, vereinzelt von Rostfiguren begleitet.
  • Kelchgrube: Weit, flach bis mitteltief, etwas faltig; kelchseitig gelegentlich feine netzartige Berostung.

Apfelsorte Akane, flache Fruchtform, dunkelrote Deckfarbe, Bildquelle Jörgens.mi – Teilansicht

Apfelsorte Akane, rissig bzw. strahlig berostete Stielgrube, Bildquelle: Jörgens.mi – Teilansicht

Verwechslersorten

Ähnlichkeit besteht mit:

  • Worcester Parmäne: Die Worcester Parmäne ist ein Elternteil von Akane; die Fruchtform von Akane wird ausdrücklich mit Worcester in Verbindung gebracht. Akane ist typischerweise flacher, besitzt die breiten Seitenrippen und kann nahezu vollständig dunkelrot überzogen sein. Worcester Parmäne ist ebenfalls stark rot gefärbt, wird etwas später geerntet und kann ein ausgeprägtes erdbeerartiges Aroma entwickeln.

Hinweise zu Wachstum, Pflege und Ernte

  • Wuchs: Schwach bis mittelstark, mit aufrechten, wenig verzweigten Fruchtästen, die teilweise verkahlen.
  • Ertragsbeginn: Mittelfrüh.
  • Ertrag: Meist mittel, teilweise schwankend.
  • Schnitt: kräftigerer, regelmäßiger Schnitt unmittelbar nach der Ernte, um die Verkahlung zu begrenzen und neues Fruchtholz anzuregen. Der kräftigere Schnitt sollte jedoch gezielt am verkahlenden Holz erfolgen, nicht pauschal an allen Ästen.
  • Ausdünnung: Bei starkem Fruchtansatz empfehlenswert, um ausreichend große Früchte zu erhalten.
  • Fruchtfall: Gering.

Quellenangaben: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
Informationen zu Sortenmerkmalen, Verwechslersorten sowie zu Pflege- und Erntehinweisen: zusammengestellt aus (historischer) pomologischer Fachliteratur, pomologischen Veröffentlichungen im Internet und zum geringen Teil aus eigenen Erfahrungen. Autor und © Rolf Meyer. Die Recherchequellen werden hier aufgeführt.