Bittenfelder Sämling

Apfelsorte Bittenfelder Sämling, Bildquelle: wikipedia (Sven Teschke)
Beschreibung der Apfelsorte Bittenfelder Sämling
Säuerlicher Wirtschafts- bzw. Mostapfel, kann spät geschüttelt und verarbeitet werden. Baum sehr gesund gegenüber Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau, breit anbaufähig. Späte Blüte. Typische Streuobstsorte.
Erntezeitpunkt
15.10.-30.10.
Verwendung ( ) = eingeschränkt
Wirtschaftsapfel
Anbaueignung ( ) = eingeschränkt
Streuobstwiese
Lagermöglichkeit
4-5 Monate
Geschmack (1=sehr gut)
3-4
Charakteristische Leitmerkmale
- Auffällig fühlbare, verkorkte Lentizellen,
- kleine Kelchhöhle mit schmaler Kelchröhre,
- ausgesprochen hohe Säure,
- häufig relativ langer Stiel,
- Sehr späte Reife und außergewöhnlich gute Haltbarkeit der Früchte am Baum und auf dem Lager.
Weitere Merkmale
- Kleine bis höchstens mittelgroße, wenig gefärbte gelbliche Frucht, die Frucht ist oft etwas ungleichmäßig oder schief.
- Die Deckfarbe fehlt weitgehend oder besteht nur aus wenig stumpfem Orange- bis Braunrot.
- Trockene, etwas griffige Schale.

Apfelsorte Bittenfelder Sämling: fühlbare und verkorkte Lentizellen, langer Stiel, kleine Kelchhöhle. Bildquelle: Gustav Schaal
Verwechslersorten
- Weißer Wintertaffetapfel: Dieser ist flacher gebaut, besitzt einen kurzen fleischigen Stiel in enger Grube und vor allem eine glatte Schale ohne die fühlbaren Lentizellen. Das Fehlen der fühlbaren Schalenpunkte ist ein sehr gutes Differentialmerkmal.
- Engelsberger: Die Früchte sind regelmäßiger und flach-kegelförmig, die Schale glatt; außerdem besitzt Engelsberger keine Kelchröhre und reift früher bzw. ist nicht lange lagerfähig. Bittenfelder dagegen besitzt die schmale Röhre und hält sehr lange.
- Spätblühender Taffetapfel: Dieser fällt durch extrem späte Blüte, aber relativ frühe Fruchtreife, geringere Lagerfähigkeit und mangelnde Druckfestigkeit auf. Bittenfelder ist deutlich später reif und besser lagerfähig.
Quellenangaben: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
Informationen zu Sortenmerkmalen, Verwechslersorten sowie zu Pflege- und Erntehinweisen: zusammengestellt aus (historischer) pomologischer Fachliteratur, pomologischen Veröffentlichungen im Internet und zum geringen Teil aus eigenen Erfahrungen. Autor und © Rolf Meyer. Die Recherchequellen werden hier aufgeführt.

