Cox Orange

Cox Orange, Bildquelle: UK National Fruit Collection
Beschreibung der Apfelsorte Cox Orange
Edelaromatischer Tafelapfel mit hohen Ansprüchen an Standort und Pflege. Baum mittelstark wachsend, stark anfällig für Triebschorf und Obstbaumkrebs, anfällig für Mehltau, Läuse, etwas für Fruchtschorf. Für Streuobst und Garten nicht geeignet.
Erntezeitpunkt
25.09.-08.10.
Verwendung ( ) = eingeschränkt
Tafelapfel
Anbaueignung ( ) = eingeschränkt
Lagermöglichkeit
2 1/2 bis 3 Monate
Geschmack (1=sehr gut)
1
————– Hinzufügungen:
Charakteristische Leitmerkmale
- Gelblichweißes, von gelbgrünen Adern durchzogenes, saftiges Fruchtfleisch.
- Edle, intensiver und komplexer Geschmack mit muskatellerweiniger, muskatartiger und orangenartiger Würzung.
- Charakteristisch lang zugespitzte Kelchblätter mit außen zurückgeschlagenen Spitzen.
Weitere Merkmale
- Mittelgroße, meist flachkugelige, zum Kelch verjüngte und etwas stielbauchige Frucht.
- Hellgelbe Grundfarbe mit orange- bis trübrot marmorierter und gestreifter Deckfarbe…
- …kombiniert mit fein netzförmiger und punktförmiger Berostung. Die Schale erscheint dadurch häufig stellenweise rau.

Apfelsorte Cox Orange: gelblich-weißes Fruchtfleisch, von grünen Adern durchzogen. Bildquelle: Jörgens.mi (wikipedia, Teilansicht)

Apfelsorte Cox Orange: lange, nach außen zurückgeschlagene Kelchblätter. Bildquelle: UK National Fruit Collection, Bildausschnitt
Verwechslersorten
- Ribston Pepping – besitzt eine trockene, raue Schale, häufig eine ausgeprägte Rostkappe am Kelch, lange große, oft taube Samen und ebenfalls edles Aroma. Cox Orange ist gewöhnlich glatter und feiner gebaut.
- Holsteiner Cox – größer und gröber, mit rauer Schale, stark grob berosteter Stielgrube, flacher Kelchgrube mit rissigem Rost und häufig tauben Samen. Cox Orange ist feinzelliger, kompakter und geschmacklich in der Regel subtiler.
- Ingrid Marie – Ingrid Marie besitzt eine flachere, regelmäßigere Frucht und nahezu ganzflächig dunkelrote Deckfarbe mit weiten hellen Höfen um die Lentizellen. Rote Cox-Mutationen sind laut Erhalternetzwerk spitzkegeliger.
- Lord Lambourne – seine Kelchgrube ist weit, deutlich gerippt und teilweise scharfkantig; das Aroma tendiert eher in Richtung James Grieve.
- Alkmene – geschmacklich Cox-artig, aber deutlich kleiner und mit dem charakteristischen feinen ringförmigen Strichrost am Kelch.
- Allington Pepping – ebenfalls Cox-artiges Aroma, aber typischerweise säurereicher.
- Böhmer Cox – aromatisch ähnlich, aber große, flachere Frucht mit stärker marmorierter Rotfärbung und kurzem kräftigem Stiel.
Wuchs, Pflege, Ernte/Ertrag
- Krone: Anfangs kräftiger, später mittelstarker bis schwacher Wuchs. Kugelige, häufig dicht verzweigte Krone. Für intensiv gepflegte Baumformen gut geeignet, für extensiven Hochstammanbau wegen der hohen Standort- und Pflegeansprüche weniger empfehlenswert.
- Äste: Dünne, lange, häufig dicht stehende Triebe.
- Fruchtholz: Ausgeprägter Kurzfruchtholzträger.
- Schnitt: Regelmäßiger, mäßiger Erhaltungsschnitt. Dicht stehende, dünne Triebe auslichten, um das Kurzfruchtholz zu belichten. Überaltertes und herabhängendes Fruchtholz schrittweise erneuern. Starke Rückschnitte möglichst vermeiden, da sie unerwünscht kräftigen Neuaustrieb fördern können.
- Windfest: Vorzeitiger Fruchtfall.
- Ernte/Ertrag: Ertragsbeginn: Früh. Ertragshöhe: Meist mittelhoch, nur auf besonders guten Standorten hoch. Rechtzeitige Reifekontrolle und gegebenenfalls mehrmaliges Durchpflücken empfehlenswert.
Quellenangaben: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
Informationen zu Sortenmerkmalen, Verwechslersorten sowie zu Pflege- und Erntehinweisen: zusammengestellt aus (historischer) pomologischer Fachliteratur, pomologischen Veröffentlichungen im Internet und zum geringen Teil aus eigenen Erfahrungen. Autor und © Rolf Meyer. Die Recherchequellen werden hier aufgeführt.
