Karmijn de Sonnaville, © UK National Fruit Collection

Karmijn de Sonnaville, Bild 2, © UK National Fruit Collection

Kurzbeschreibung
Neuzüchtung, Früchte geschmacklich wie Kreuzung aus Cox Orange und Boskoop. Baum starkwüchsig, etw. anfällig für Mehltau, nur gering anfällig für Schorf u. Obstbaumkrebs. Kommt spät in den Ertrag, dieser dann mittelhoch. Versuchsweise für Garten u. Streuobst!

Erntezeitpunkt
03.10.-17.10.

Verwendung ( ) = eingeschränkt
Tafelapfel

Anbaueignung ( ) = eingeschränkt
Garten, Streuobstwiese

Lagermöglichkeit
3-4 Monate

Geschmack (1=sehr gut)
1

Wuchs:
Triploide Sorte. Stark, auch noch im Vollertrag

Krone:
Groß und breit, ähnlich Boskoop

Aeste:
Wenige, langnodige Triebe. Auf wüchsigen Böden kann es zur verstärkten Triebbildung kommen. Dann ist konsequentes Herunterbinden angezeigt, um den Baum zu beruhigen

Schnitt:
Nach Aufbau der Krone nur noch Sommerschnitt zur Beruhigung der Bäume und zum Auslichten

Windfest?
Ja

Ernte/Ertrag:
Relativ früh einsetzend, mittelhoch, Neigung zur Alternanz. Mitunter starker Junifruchtfall

Verkostungsergebnis (beste besondere Qualität = +++)

Weitere Bemerkungen
Für Tafelobst: Blüten/Früchte auslichten, um der Alternanz vorzubeugen

Ausführliche Beschreibung

Die Sorte Karmijn de Sonnaville gehört zu den sehr wenigen Neuzüchtungen der letzten Jahrzehnte, die auch ohne Fungizideinsatz recht robust gedeihen und daher auch für den Hausgarten oder die Obstwiese empfohlen werden kann. Nachteilig ist lediglich, dass die Bäume relativ lange brauchen, bis sie in den Ertrag kommen. Haltbar sind die Früchte je nach Qualität des Lagers bis Januar / Februar. 

Diese in den 1960er Jahren aus einem Samen des ‘Cox Orange’ gezüchtete Sorte ist geschmacklich ein echtes Highlight und gewinnt in allen Verkostungen den Spitzenplatz, schmeckt wie eine Kreuzung aus ‘Cox Orange’ und ‘Boskoop’, d.h. sie hat das starke ‘Cox’-Aroma, aber auch eine kräftige Säure, die dafür sorgt, dass der Apfel noch etwas “kerniger” schmeckt als ‘Cox Orange’ selbst und außerdem ein bißchen länger hält als jener.

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Quellenangaben:

  • Kurzbeschreibung – Geschmack: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
  • Wuchs – Weitere Bemerkungen: zusammengestellt aus eigenen praktischen Erfahrungen und (historischer) Fachliteratur: Autor und © Rolf Meyer
  • Ausführliche Beschreibung: Autor H.J. Bannier, © H.J. Bannier/Rolf Meyer
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